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	<title>altersheim Archive - Demenz-Zeitung</title>
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	<description>Informationen rund um Demenz, Pflege und Versorgung</description>
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	<title>altersheim Archive - Demenz-Zeitung</title>
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	<item>
		<title>Einzel- oder Doppelzimmer? Was ist besser?</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2025/10/24/einzel-oder-doppelzimmer-was-ist-besser/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 14:42:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich wurde eine Diskussion um Einzelzimmer angestoßen: Joachim Knollmann, Leiter des Seniorenzentrums Bethel in Bad Oeynhausen plädiert dafür (Altenheim.net), die Pflicht bzw. strikte Quote für Einzelzimmer in Pflegeheimen zu lockern.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/10/24/einzel-oder-doppelzimmer-was-ist-besser/">Einzel- oder Doppelzimmer? Was ist besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Kürzlich wurde eine Diskussion um Einzelzimmer angestoßen: <a href="https://www.altenheim.net/pflegeexperte-fordert-abkehr-von-einzelzimmer-pflicht/">Joachim Knollmann, Leiter des Seniorenzentrums Bethel in Bad Oeynhausen plädiert dafür</a> (Altenheim.net), die Pflicht bzw. strikte Quote für Einzelzimmer in Pflegeheimen zu lockern. Begründet mit steigenden Bau- und Betriebskosten, Personalmangel und der Sorge, dass Plätze sonst unbezahlbar oder gar nicht erst geschaffen würden. Die Argumentation ist ausdrücklich wirtschaftlich gedacht: Mehr Flexibilität bei der Zimmerbelegung solle Kosten dämpfen und Versorgung sichern.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Wahl zwischen Einzel- und Doppelzimmer hat spürbare Folgen &#8211; u.a. für die Privatsphäre, für Schlaf, Infektionsschutz, Teilhabe und Pflegeorganisation. Parallel läuft eine Debatte um mehr Flexibilität bis hin zur Abkehr von starren Einzelzimmer-Quoten. Befürworter verweisen auf Kosten- und Platzdruck, Kritiker auf Privatheit und Schutzfaktoren für Menschen mit Demenz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Einzelzimmer leisten</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Einzelzimmer schaffen Ruhe, Privatheit und bessere Voraussetzungen für erholsamen Schlaf – gerade bei nächtlicher Unruhe, Angst oder Reizempfindlichkeit. Studien aus Kliniken und Pflege zeigen Vorteile bei Störungen, Delirprävention und subjektivem Wohlbefinden.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<!-- Einzel- vs. Doppelzimmer – kompaktes Kreisdiagramm (SVG, ohne JS, nur Legende zeigt Prozentwerte) -->
<section aria-labelledby="pie-title" style="max-width:640px;margin:1.2rem 0;padding:0.9rem;border:1px solid #ddd;border-radius:12px;font-family:system-ui, -apple-system, Segoe UI, Roboto, Arial, sans-serif;">
  <h3 id="pie-title" style="margin:.2rem 0 .4rem 0;font-size:1.05rem;line-height:1.25;">
    Präferenz: Einzel- vs. Doppelzimmer (Deutschland, Krankenhaus-Kontext)
  </h3>
  <div style="color:#666;font-size:.92rem;margin-bottom:.6rem;">
    Daten: INSA-Meinungstrend, 31.10.2014, n=2.030
  </div>

  <div style="display:flex;gap:1rem;align-items:center;flex-wrap:wrap;">
    <!-- Donut: 55% / 45% -->
    <svg width="220" height="220" viewBox="0 0 100 100" role="img" aria-labelledby="pie-desc">
      <title id="pie-desc">Kreisdiagramm ohne Innenbeschriftung: 55 Prozent Einzelzimmer, 45 Prozent anderes</title>

      <!-- Hintergrundring -->
      <circle cx="50" cy="50" r="38" fill="none" stroke="#eee" stroke-width="14"></circle>

      <!-- 55% Einzelzimmer -->
      <!-- Umfang ≈ 238.76; 55% ≈ 131.3 -->
      <circle cx="50" cy="50" r="38" fill="none" stroke="#2a7dd1" stroke-width="14"
              stroke-dasharray="131.3 238.76" transform="rotate(-90 50 50)"></circle>

      <!-- 45% Anderes -->
      <circle cx="50" cy="50" r="38" fill="none" stroke="#f29727" stroke-width="14"
              stroke-dasharray="107.46 238.76" stroke-dashoffset="-131.3"
              transform="rotate(-90 50 50)"></circle>
    </svg>

    <!-- Legende: nur hier stehen die Prozentwerte -->
    <ul style="list-style:none;padding:0;margin:0;flex:1;min-width:240px;">
      <li style="display:flex;align-items:center;gap:.5rem;margin:.25rem 0;white-space:nowrap;font-size:.98rem;line-height:1.2;">
        <span aria-hidden="true" style="width:12px;height:12px;background:#2a7dd1;border-radius:3px;display:inline-block;"></span>
        <span>Einzelzimmer 55%</span>
      </li>
      <li style="display:flex;align-items:center;gap:.5rem;margin:.25rem 0;white-space:nowrap;font-size:.98rem;line-height:1.2;">
        <span aria-hidden="true" style="width:12px;height:12px;background:#f29727;border-radius:3px;display:inline-block;"></span>
        <span>Anderes 45%</span>
      </li>
      <li style="margin-top:.45rem;color:#666;font-size:.88rem;line-height:1.25;">
        Hinweis: Repräsentative Umfrage zum Krankenhausaufenthalt; mir ist keine jüngere, frei zugängliche Präferenz-Umfrage speziell für Pflegeheime bekannt.
      </li>
    </ul>
  </div>

  <figure style="margin:.6rem 0 0 0;">
    <figcaption style="font-size:.9rem;color:#555;">
      Quellen:
      <a href="https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Krankenhauspatienten-wollen-Einzelzimmer-244790.html" rel="noopener" target="_blank">Ärzte Zeitung, 31.10.2014</a> ·
      <a href="https://www.igp-magazin.de/deutsche-bevorzugen-im-krankenhaus-das-einzelzimmer/" rel="noopener" target="_blank">IGP-Magazin, 31.10.2014</a>
    </figcaption>
  </figure>
</section>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aus infektiologischer Sicht ist die geringere Belegungsdichte ein Plus: Während Infektionswellen (wie in der Pandemie) korrelierten Mehrbettanteile mit höheren Ausbruchs- und Sterberaten. Architekturisch fügen sich Einzelzimmer gut in kleinteilige, häusliche Wohnkonzepte (Hausgemeinschaften mit sechs bis acht Bewohnerinnen und Bewohnern), in denen Alltagsnormalität und Teilhabe über nahe Gemeinschaftsräume gestützt werden.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Einzelzimmer im Spannungsfeld: Privatheit und ihre Kehrseite</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ohne aktiv organisierte Teilhabe droht Rückzug. Einzelzimmer sind kein Selbstläufer: Es braucht ein Programm für Begegnung (kurze Wege, wohnliche Gemeinschaftsräume, Tagesstruktur, kleine Bezugsgruppen, präsente Ansprechpersonen). Teams berichten in reinen Einzelzimmer-Layouts teils mehr Laufwege und eine anspruchsvollere Beobachtung – das ist organisierbar, sollte aber eingeplant werden. Schließlich erhöhen Einzelzimmer in der Regel Flächenbedarf und Kosten und können die Zahl verfügbarer Plätze begrenzen; das ist eine versorgungspolitische Abwägung, keine Aussage gegen pflegerische Qualität.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Doppelzimmer ermöglichen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Richtig belegt und gut moderiert, können Doppelzimmer niederschwellige Kontakte fördern: spontane Ansprache, geteilte Routinen, weniger Einsamkeitsgefühl bei Menschen mit ausgeprägtem Nähebedürfnis. Als Übergangslösung kann das Doppelzimmer Sicherheit vermitteln – vorausgesetzt, Tagesstruktur, Rückzugsorte und klare Regeln sind vorhanden. In der Praxis war und ist es für mich immer wieder erlebbar, wie gut sich zwei zuvor fremde Menschen doch tun können in einem Doppelzimmer in einer Pflegeeinrichtung. Ich denke dabei zum Beispiel an eine alte Dame, die nur wenig kognitiv eingeschränkt war und die zu ihrer Zimmergenossin eine richtige Freundschaft entwickelte. Das führte dazu, dass sie beispielsweise ihre völlig orientierungslose Freundin stets zum Essen in den Speisesaal brachte und sich auch sonst kümmerte. Beide profitierten von der Konstellation. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Risiken im Doppelzimmer</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mehr Personen bedeuten mehr Reize: Geräusche, nächtliche Aktivität, unterschiedliche Rhythmen. Das erhöht das Konflikt- und Störungsrisiko und fragmentiert den Schlaf, speziell bei Demenz. Prinzipiell steigt in geteilten Zimmern auch die Wahrscheinlichkeit von Infektionsübertragungen. Wo Ausweichräume fehlen, verschärft sich das Problem.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Zur aktuelle Debatte: Flexibilität ja – aber mit Schutzkriterien.</strong><br>Branchenstimmen fordern angesichts Kosten- und Personalknappheit eine Abkehr von strikten Einzelzimmer-Vorgaben. Pflegefachlich bleiben jedoch die Kerneffekte von Einzelzimmern – Infektionsschutz, Schlafqualität, Würde/Privatheit – besonders für Menschen mit Demenz relevant. Eine pragmatische Brücke ist nicht die pauschale Rückkehr zu Doppelbelegung, sondern klare Ausnahmeregeln: zeitlich befristete Doppelbelegung, Übergangsnutzung, priorisierte Einzelzimmer für vulnerable Gruppen (starke nächtliche Unruhe, hohe Infektanfälligkeit, ausgeprägte Angst/Überforderung durch Reize). Entscheidend ist das Gesamtkonzept aus Architektur, Personalschlüssel und Alltagsgestaltung – nicht der Zimmertyp allein.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<!-- Infokasten: Mehrarbeit durch Doppelzimmer (grafisch, noch größere Schrift) -->
<aside aria-label="Infokasten: Mehrarbeit für Pflegeprofis durch Doppelzimmer"
  style="max-width:780px;margin:1rem 0;padding:1rem;border:1px solid #e5e7eb;border-radius:14px;background:linear-gradient(180deg,#f9fbff,#f4f7fb);font-family:system-ui,-apple-system,Segoe UI,Roboto,Arial,sans-serif;color:#1a1a1a;font-size:1.1rem;">

  <!-- Kopf -->
  <div style="display:flex;align-items:center;gap:.75rem;margin:0 0 1rem 0;">
    <svg width="26" height="26" viewBox="0 0 24 24" aria-hidden="true">
      <path d="M3 10h18v7h-1v2h-2v-2H6v2H4v-2H3v-7Zm2 2v3h14v-3H5Zm1-6h6a2 2 0 0 1 2 2v2H4V8a2 2 0 0 1 2-2Zm7 0h5a2 2 0 0 1 2 2v2h-7V8a2 2 0 0 1 2-2Z" fill="#2a7dd1"/>
    </svg>
    <h4 style="margin:0;font-size:1.2rem;font-weight:400;line-height:1.3;">
      Mehrarbeit für Pflegeprofis durch Doppelzimmer
    </h4>
  </div>

  <!-- Chips -->
  <div style="display:flex;flex-wrap:wrap;gap:.5rem;margin:.2rem 0 1rem 0;">
    <span style="padding:.32rem .7rem;border:1px solid #cfe0ff;border-radius:999px;background:#eaf2ff;font-size:1rem;color:#224b8f;white-space:nowrap;">Konfliktmanagement</span>
    <span style="padding:.32rem .7rem;border:1px solid #fde1b6;border-radius:999px;background:#fff7e7;font-size:1rem;color:#7a4b00;white-space:nowrap;">Zeitbindung im Dienst</span>
    <span style="padding:.32rem .7rem;border:1px solid #d9e7df;border-radius:999px;background:#eef7f2;font-size:1rem;color:#2b5c45;white-space:nowrap;">Demenzsensibel handeln</span>
  </div>

  <!-- Raster -->
  <div style="display:grid;grid-template-columns:repeat(auto-fit,minmax(230px,1fr));gap:1rem;">
    <!-- Kachel 1 -->
    <div style="display:flex;gap:.8rem;align-items:flex-start;padding:.9rem;border:1px solid #e6e9ee;border-radius:12px;background:#fff;">
      <div style="width:40px;height:40px;border-radius:50%;background:#eaf2ff;display:grid;place-items:center;flex:0 0 40px;">
        <svg width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" aria-hidden="true">
          <path d="M4 3h10v14H4zM16 5h4v12h-4zM2 19h12v2H2z" fill="#2a7dd1"/>
          <path d="M7 8.5a1.5 1.5 0 1 0 3 0a1.5 1.5 0 0 0-3 0Zm-2 5.5h7c0-2-1.8-3-3.5-3S5 12 5 14Z" fill="#2a7dd1"/>
        </svg>
      </div>
      <div>
        <div style="font-size:1.12rem;line-height:1.35;">Zimmer wird nicht mehr geduldet</div>
        <div style="font-size:1.02rem;color:#4b5563;line-height:1.5;">Abwehrreaktion klären, beruhigen, ggf. Umzug koordinieren.</div>
      </div>
    </div>

    <!-- Kachel 2 -->
    <div style="display:flex;gap:.8rem;align-items:flex-start;padding:.9rem;border:1px solid #e6e9ee;border-radius:12px;background:#fff;">
      <div style="width:40px;height:40px;border-radius:50%;background:#fff5e8;display:grid;place-items:center;flex:0 0 40px;">
        <svg width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" aria-hidden="true">
          <path d="M9 12h8l-1 5H9l-4-3 1-2 3 2z" fill="#f29727"/>
          <rect x="15" y="6" width="5" height="4" rx="1" fill="#f29727"/>
        </svg>
      </div>
      <div>
        <div style="font-size:1.12rem;line-height:1.35;">Zugriff auf Eigentum des Zimmernachbarn</div>
        <div style="font-size:1.02rem;color:#4b5563;line-height:1.5;">Gegenstände sichern, deeskalieren, Grenzen erklären, dokumentieren.</div>
      </div>
    </div>

    <!-- Kachel 3 -->
    <div style="display:flex;gap:.8rem;align-items:flex-start;padding:.9rem;border:1px solid #e6e9ee;border-radius:12px;background:#fff;">
      <div style="width:40px;height:40px;border-radius:50%;background:#eaf7ec;display:grid;place-items:center;flex:0 0 40px;">
        <svg width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" aria-hidden="true">
          <circle cx="12" cy="12" r="4" fill="#2f9e44"/>
          <rect x="6" y="5" width="1.7" height="8" fill="#2f9e44"/>
          <rect x="16.3" y="5" width="1.7" height="8" fill="#2f9e44"/>
        </svg>
      </div>
      <div>
        <div style="font-size:1.12rem;line-height:1.35;">Störungen während der Mahlzeiten</div>
        <div style="font-size:1.02rem;color:#4b5563;line-height:1.5;">Begleiten, Sitzordnung anpassen, kurze Interventionen, Struktur halten.</div>
      </div>
    </div>

    <!-- Kachel 4 -->
    <div style="display:flex;gap:.8rem;align-items:flex-start;padding:.9rem;border:1px solid #e6e9ee;border-radius:12px;background:#fff;">
      <div style="width:40px;height:40px;border-radius:50%;background:#eeeaf7;display:grid;place-items:center;flex:0 0 40px;">
        <svg width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" aria-hidden="true">
          <path d="M14.5 3a7.5 7.5 0 1 0 6.5 11.5A8.5 8.5 0 0 1 14.5 3Z" fill="#6f60d6"/>
        </svg>
      </div>
      <div>
        <div style="font-size:1.12rem;line-height:1.35;">Nächtliche Unruhe einer Person</div>
        <div style="font-size:1.02rem;color:#4b5563;line-height:1.5;">Rundgänge, Lichtführung, Reizreduktion; sonst Konflikte im Zimmer.</div>
      </div>
    </div>
  </div>

  <!-- Fuß -->
  <div style="display:flex;align-items:center;gap:.7rem;margin:1.05rem 0 0 0;padding:.8rem;border:1px dashed #ccd6e0;border-radius:10px;background:#fff;">
    <svg width="22" height="22" viewBox="0 0 24 24" aria-hidden="true">
      <path d="M12 2a10 10 0 1 0 .001 20.001A10 10 0 0 0 12 2Zm1 5h-2v6l5 3 .9-1.45-3.9-2.3V7Z" fill="#334155"/>
    </svg>
    <div style="font-size:1.04rem;color:#334155;line-height:1.55;">
      Konflikte binden Zeit und Personal – besonders in Doppelzimmern. Prävention, klare Regeln und schnelle Deeskalation reduzieren Mehraufwand.
    </div>
  </div>
</aside>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Einzelzimmer liefern bei Demenz robuste Vorteile in den sensibelsten Bereichen – Infektionsschutz, Schlaf/Delir, Würde und Privatheit. Doppelzimmer können sozial entlasten, bleiben aber störungs- und konfliktanfälliger und erhöhen prinzipiell das Infektionsrisiko. Die Debatte um mehr Flexibilität ist nachvollziehbar; sie sollte jedoch nicht Qualitätskerne auflösen, sondern mit Schutzkriterien arbeiten. Wo Architektur, Personalschlüssel und Alltag gut zusammenspielen, lässt sich beides erreichen: bezahlbare Plätze und Bedingungen, in denen Menschen mit Demenz zur Ruhe kommen, teilhaben und sicher versorgt sind.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/10/24/einzel-oder-doppelzimmer-was-ist-besser/">Einzel- oder Doppelzimmer? Was ist besser?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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					<wfw:commentRss>https://demenz-zeitung.de/2025/10/24/einzel-oder-doppelzimmer-was-ist-besser/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Betreuung und Pflege: die Zusammenarbeit ist vielerorts katastrophal schlecht</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2024/06/15/betreuung-und-pflege-die-zusammenarbeit-ist-vielerorts-katastrophal-schlecht/</link>
					<comments>https://demenz-zeitung.de/2024/06/15/betreuung-und-pflege-die-zusammenarbeit-ist-vielerorts-katastrophal-schlecht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2024 09:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[altersheim]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Pflegeheim]]></category>
		<category><![CDATA[sozilae betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[übergabe]]></category>
		<category><![CDATA[zusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[zusätzliche betreuungskraft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://demenz-im-krankenhaus.de/?p=2435</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Die spielen doch nur, während wir arbeiten müssen.“, sagen Pflegende über die Betreuungskräfte in einem Pflegeheim. „Die reden nur vom Waschen und geben Tabletten, sehen aber den ganzen Menschen nicht.“,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2024/06/15/betreuung-und-pflege-die-zusammenarbeit-ist-vielerorts-katastrophal-schlecht/">Betreuung und Pflege: die Zusammenarbeit ist vielerorts katastrophal schlecht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„Die spielen doch nur, während wir arbeiten müssen.“, sagen Pflegende über die Betreuungskräfte in einem Pflegeheim. „Die reden nur vom Waschen und geben Tabletten, sehen aber den ganzen Menschen nicht.“, sagen Betreuungskräfte über die Pflege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit vielen Jahren sind sie Teil der Versorgung im Pflegeheim (und anderswo): <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/pflegekraefte/zusaetzliche-betreuungskraefte">sogenannte zusätzliche Betreuungskräfte.</a> Ihre Aufgaben sind vielfältig bzw. geregelt: zusätzliche Zuwendung und Aktivierung, die der Teilhabe und dem Erhalt von Lebensqualität dient. Vorgesehen ist, dass dies in enger Kooperation und nach Absprache mit der Pflege geschehen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-4">Zusammenarbeit – Fehlanzeige</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schule hin und wieder auch zusätzliche Betreuungskräfte in Sachen Demenz. Schon letztes Jahr nahmen speziell für diese Berufsgruppe die Anfragen zu, 2024 hat sich das nochmal verstärkt. Manchmal sind die Gruppen auch gemischt, was mehr oder minder sinnvoll ist – je nach Intension und Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich wird aber immer wieder: eine gute Zusammenarbeit zwischen Pflege und Betreuung ist oftmals nicht das, was mir Teilnehmer zurückmelden. Und beiden Gruppen ist gemein, dass sie sich von der jeweils anderen Berufsgruppe nicht ausreichend respektiert, geschätzt und einbezogen fühlt. Interdisziplinäre Zusammenarbeit sollte im Interesse von Pflegebedürftigen eigentlich für alle Gesundheitsprofis selbstverständlich sein. In Sachen Betreuung und Pflege ist sie das im Pflegeheim jedoch meiner Wahrnehmung nach oft nicht. Oftmals gibt es, außerhalb der Dokumentation die ja „jeder lesen kann“, keinen Austausch – und keine Zusammenarbeit. Zumindest keine gezielte hinsichtlich der Bedürfnisse, Wünsche und Interessen der Pflegebedürftigen. In Krankenhäusern sind vielfach zusätzliche Betreuungskräfte überhaupt nicht vorhanden &#8211; weil nicht gegenfinanziert. Noch immer endet der zusätzliche Betreuungsbedarf von Menschen mit Demenz hierzulande an der Krankenhaustür.  </p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-5">Essen verteilen statt Übergabe oder Fallbesprechung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Kolleginnen und Kollegen der Pflege scheinen zu unterschätzen, was Betreuungskräfte in Sachen Demenz bewirken können, wenn sie vernünftig eingebunden sind. Andererseits treffe ich viele Betreuungskräfte, denen außer „Unterhaltung und Ablenkung bieten“, ebenfalls nicht klar zu sein scheint, welche Rolle sie einnehmen könnten. Während Betreuungskräfte einen Missbrauch durch die Einrichtungen beklagen, weil sie zu oft zu Servicekräften gemacht werden deren Großteil der Arbeitszeit aus dem Verteilen der Mahlzeiten und dem Abräumen dreckigen Geschirrs besteht, marginalisieren sie sich inhaltlich oft genug auch selbst. Auf die Frage hin, wie sie z.B. die Motorik eines bestimmten Menschen fördern und zur Prävention von Stürzen beitragen können, ist man ratlos. „Spazierengehen, eben.“. Gezielte Abendbeschäftigung bei Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen für Menschen mit Demenz? Krafterhalt, Vermeidung von Mangelernährung, Erhalt praktischer Fähigkeiten und und und. Oft Fehlanzeige. Vielfach verwechseln Betreuungskräfte auch die Aufgabe, für und mit Pflegebedürftigen etwas Gutes zu bewirken. Stattdessen nimmt man selbst an, man sei ausschließlich dafür da Pflege- und Betreuungsbedürftigen etwas Gutes zu tun…. . Ein Irrtum, der auch Pflegenden nicht fremd ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen Pflegeheimen scheint es kaum oder keine Schnittstellen der Zusammenarbeit zu geben – und zwar der fachlichen Zusammenarbeit, nicht der menschlichen (gemeinsame Pausen sind durchaus da und dort vorhanden). Fallbesprechungen, die verlässliche Teilnahme an Übergaben? Oft Fehlanzeige.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-6">Pflegende im Verteidigungsmodus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegefachleute müssten hier viel stärker leitend und lenkend eingreifen und gestalten – im Interesse der ihnen anvertrauten Menschen ebenso wie im eigenen. Stattdessen wird eher ein in-Frage-stellen der eigenen Kompetenz gewittert und teils harsch reagiert bis hin zum Vorwurf der „Deprofessionalisierung“. Es wirkte in Schulungen und Beratungen bislang teilweise komisch-traurig, wenn gestandene Pflegefachpersonen offenbar Angst um ihre fachliche Deutungshoheit hatten, andererseits mehr oder minder unverhohlen über die „Pseudoausbildung Betreuungskaft“ spotteten. Was konkret ist denn die Angst nun, die eine enge Zusammenarbeit im Interesse der Heimbewohner verhindert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist von Ort zu Ort unterschiedlich, oft aber ähnlich. Und man kann daran arbeiten. Dazu braucht es aber selbstreflektierte und selbstbewusste Kolleginnen beider Berufsgruppen, die das eigentliche Ziel im Blick behalten, statt ihre persönliche Frustration wie eine Monstranz vor sich her zu tragen. Tipp: nutzen Sie dafür das Internet, wie so viele andere auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Pflegefachleute als eigenständige Berufsgruppe selbstbewusst „Augenhöhe“ von Medizinern fordern, wenn es um Maßnahmen für Pflegebedürftige geht, sollten sie auch in der Lage seien, andere Perspektiven zuzulassen und ins gemeinsame Vorgehen zu integrieren (oder aus guten Gründen zu verwerfen). Was in der Geriatrie gelebte Praxis ist an interdisziplinärer Zusammenarbeit, muss sich vielerorts auf Pflegeheime erst noch übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist jedenfalls mein Eindruck so weit aus den letzten 1,5 Jahren.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
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