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	<title>demenz-zeitung Archive - Demenz-Zeitung</title>
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	<description>Informationen rund um Demenz, Pflege und Versorgung</description>
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	<title>demenz-zeitung Archive - Demenz-Zeitung</title>
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		<title>Welt-Alzheimer-Tag: Mensch sein und bleiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 18:36:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland leben derzeit rund 1,9 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2050 könnten es fast drei Millionen sein. Der Grund: Immer mehr Menschen erreichen ein sehr hohes Alter – und&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/09/20/welt-alzheimer-tag-mensch-sein-und-bleiben/">Welt-Alzheimer-Tag: Mensch sein und bleiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In Deutschland leben derzeit rund 1,9 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2050 könnten es fast drei Millionen sein. Der Grund: Immer mehr Menschen erreichen ein sehr hohes Alter – und damit das Lebensalter, in dem das Erkrankungsrisiko stark steigt. Mit den geburtenstarken Jahrgängen wird die zahl betroffener seitegen &#8211; und unser Gesundheits- und Sozialsystem prägen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schon heute eine Herausforderung</h2>



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</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Krankenhäuser: Etwa ein Viertel der über 65-Jährigen im Krankenhaus lebt mit Demenz, oft ohne dass dies erkannt ist. Strukturen für Akutmedizin passen schlecht zu den Bedürfnissen Betroffener. Orientierungslosigkeit, Delirien und verlängerte Aufenthalte sind die Folge. Noch fehlt es an flächendeckenden demenzsensiblen Stationen, geschultem Personal und konsequenter Einbindung der Angehörigen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegeheime: die Mehrheit der Bewohner haben eine Demenz. Einrichtungen sind längst zu Demenzpflegezentren geworden – allerdings vielerorts mit chronischem Personalmangel. Beziehungspflege kommt oft zu kurz. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"> Angehörige als Hauptstütze: Rund zwei Drittel aller Menschen mit Demenz werden zu Hause durch Angehörige betreut. Sie tragen schon heute die Hauptlast, und das wird sich auch künftig kaum ändern. Politik setzt stärker auf Unterstützung und Entlastung der Familien als auf eine vollständige Übernahme durch professionelle Dienste. Doch ohne bessere Rahmenbedingungen droht Überlastung, die auch die Gesundheit der Pflegenden gefährdet.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Prävention und Therapien nutzen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Demenz ist nicht nur Schicksal. Studien zeigen, dass möglicherweise bis zu 40 Prozent (theoretisches Maximum) der Erkrankungen durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar wären. Prävention wirkt zudem auch dann noch, wenn die Krankheit bereits besteht: Bewegung, ausgewogene Ernährung, geistige Aktivität und soziale Kontakte können den Verlauf positiv beeinflussen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die aktualisierte medizinische Leitlinie empfiehlt kognitive Stimulation, Ergo- und Musiktherapie sowie körperliche Aktivität. <a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/038-013l_S3_Demenzen_2025-07.pdf">Diese Maßnahmen sind wirksam, werden aber viel zu selten angeboten. Auch die Diagnostik hinkt hinterher, obwohl ein Teil der Demenzen ursächlich behandelbar wäre.</a> </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren hat sich bereits viel bewegt: Demenzfreundliche Krankenhäuser, spezialisierte Pflegekonzepte, mehr Aufklärung in der Gesellschaft und erste krankheitsmodifizierende Therapien zeigen, dass Fortschritt möglich ist. Immer mehr Kommunen bauen Netzwerke auf, die Betroffenen und ihren Familien Unterstützung bieten. Diese Entwicklungen machen deutlich: Wir sind der Herausforderung nicht hilflos ausgeliefert – mit Wissen, Solidarität und Engagement lässt sich die Versorgung Schritt für Schritt verbessern.</p>



<!-- ==== Demenz-Timeline • 3 Zeilen • CSS-only Animation • Ende 2025 („Hoffnung“) ==== -->
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  </section>

  <!-- Zeile 2 -->
  <section class="lane l2" aria-label="Zeitstrahl Zeile 2">
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    <div class="endcap" aria-hidden="true">…</div>
  </section>

  <!-- Zeile 3 -->
  <section class="lane l3" aria-label="Zeitstrahl Zeile 3">
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      <li aria-label="Ende 2025">
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    <div class="endcap"><strong>Ende: 2025</strong></div>
  </section>
</div>
<!-- ==== /Demenz-Timeline ==== -->




<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Deutschland steuert auf eine deutliche Zunahme von Demenzfällen zu. Krankenhäuser und Pflegeheime sind schon heute gefordert, Angehörige tragen den größten Teil der Versorgung. Gleichzeitig gibt es Chancen: Prävention, frühzeitige Diagnostik, wirksame Therapien und lokale Netzwerke können helfen, die Herausforderungen zu bewältigen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Demenz nimmt vieles, aber nicht das Menschsein. Gefühle und Bedürfnisse bleiben – und damit auch unsere Verantwortung, Betroffenen Würde, Teilhabe und Menschlichkeit zu sichern. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:57px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/artikel/gemeinsame-pressemitteilung-zum-welt-alzheimertag-2025-demenz-mensch-sein-und-bleiben">Stellungnahme Deutsche Alzheimer Gesellschaft. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.nationale-demenzstrategie.de/aktuelles/artikel/gemeinsam-fuer-mehr-sichtbarkeit-bundesweite-aktionen-zum-welt-alzheimertag-und-zur-woche-der-demenz-2025">Nationale Demenzstrategie</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/aktiv-werden/jubilaeum-des-wegweiser-demenz">Jubiläum Wegweiser Demenz</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/09/20/welt-alzheimer-tag-mensch-sein-und-bleiben/">Welt-Alzheimer-Tag: Mensch sein und bleiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie Künstliche Intelligenz der Alzheimerforschung dient</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2025/04/15/wie-kuenstliche-intelligenz-der-alzheimerforschung-dient/</link>
					<comments>https://demenz-zeitung.de/2025/04/15/wie-kuenstliche-intelligenz-der-alzheimerforschung-dient/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 13:43:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://demenz-im-krankenhaus.de/?p=2851</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ob Diagnose, Risikoeinschätzung oder Therapieunterstützung – Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend zu einem zentralen Werkzeug in der Alzheimer- und Demenzforschung. Neue Modelle analysieren riesige Datenmengen, erkennen Muster früher als Menschen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/04/15/wie-kuenstliche-intelligenz-der-alzheimerforschung-dient/">Wie Künstliche Intelligenz der Alzheimerforschung dient</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ob Diagnose, Risikoeinschätzung oder Therapieunterstützung – Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend zu einem zentralen Werkzeug in der Alzheimer- und Demenzforschung. Neue Modelle analysieren riesige Datenmengen, erkennen Muster früher als Menschen es könnten und liefern damit wertvolle Erkenntnisse für Forschung und Praxis. Die folgende Übersicht zeigt einige Studien, die den Einsatz von KI in unterschiedlichen Bereichen der Demenzdiagnostik untersuchen – von Bild- und Sprachdaten über EEG-Wellen im Schlaf bis hin zu Netzhautscans beim Optiker.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center"><strong>Thema</strong></td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><strong>KI-Modell und Anwendung</strong></td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><strong>Zentrale Ergebnisse</strong></td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><strong>Quelle / Link</strong></td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Differenzierte Diagnose von Demenzursachen</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KI-Modell nutzt demografische Daten, Anamnese, Medikamente, Tests, funktionelle Bewertungen und multimodale Neuroimaging-Daten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Analyse von 51.269 Personen aus 9 Datensätzen, identifiziert 10 Demenzursachen. Anwendung als Screening-Tool denkbar</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><a href="https://www.nature.com/articles/s41591-024-03118-z">AI-based differential diagnosis of dementia etiologies on multimodal data (Nature Medicine, Juli 2024)</a></td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Alzheimer-Diagnose durch Bild-Text-Kombination</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">„VisTA“-Modell kombiniert Bild- und Textdaten mittels kontrastivem Lernen</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">88 % Genauigkeit, erklärbare Diagnosen, die mit Expert:innenmeinungen übereinstimmen</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><a href="https://arxiv.org/abs/2402.12345">VisTA: Vision-Text Alignment Model (Februar 2025)</a> </td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Frühwarnsystem mit Schlaf-EEG-Daten</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KI-Analyse von EEG-Daten während des Schlafs</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">85 % der später Betroffenen identifiziert, 77 % Genauigkeit</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><a href="https://www.massgeneralbrigham.org/en/about/newsroom/press-releases/brain-waves-during-sleep-predict-cognitive-impairment">Brain Waves Measured During Sleep Predict Cognitive Impairment</a></td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Demenzrisiko via Netzhaut-Scan („NeurEye“)</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KI-gestütztes Software-Tool analysiert Netzhautbilder aus Augenuntersuchungen</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Frühindikatoren für Alzheimer anhand von Gefäß- und Nervenmustern erkannt, weltweit größte Datensammlung mit 1 Mio. Scans</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><a href="https://www.epcc.ed.ac.uk/whats-happening/articles/ai-software-tool-aims-use-high-street-eye-tests-spot-dementia-risk">AI software tool aims to use high street eye tests to spot dementia risk</a></td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Früherkennung durch Sprachanalyse</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">KI analysiert Sprachmuster zur Vorhersage kognitiver Beeinträchtigung</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">78 % Genauigkeit bei der Vorhersage des Übergangs von MCI zu Alzheimer innerhalb von 6 Jahren</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"><a href="https://www.nia.nih.gov/news/ai-speech-analysis-predicted-progression-cognitive-impairment-alzheimers-over-78-accuracy">AI speech analysis predicted progression of cognitive impairment to Alzheimer&#8216;</a></td></tr></tbody></table></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Künstliche Intelligenz eröffnet der Demenzforschung völlig neue Möglichkeiten – von der Frühdiagnostik über die Risikobewertung bis hin zur individualisierten Therapie. Indem sie riesige Datenmengen analysiert, erkennt KI subtile Muster in Sprache, Bewegung, Bildgebung oder sogar im Schlaf, die menschlichen Expert:innen oft verborgen bleiben. Das bedeutet: eine schnellere und präzisere Diagnose, eine frühere Intervention – und damit die Chance, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder Lebensqualität länger zu erhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-2">KI kann helfen Versorgungslücken zu schließen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig: KI kann auch dort helfen, wo medizinisches Fachpersonal knapp ist. In ländlichen Regionen, in Pflegeeinrichtungen oder in der Hausarztpraxis – KI-gestützte Tools könnten niederschwellig Screening und Unterstützung bieten. Damit wird die Technologie zum Mitstreiter für mehr Gerechtigkeit in der Versorgung. Vorausgesetzt: Datenschutz, Transparenz und Menschlichkeit bleiben im Zentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung ist auf einem guten Weg. Jetzt gilt es, KI sinnvoll, verantwortungsvoll und im Sinne der Betroffenen zu nutzen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div id="entscheidungsspiel">
  <p><strong>Szenario:</strong> Ein Angehöriger fragt Sie, ob er seine Gesundheitsdaten der KI-Forschung zur Verfügung stellen soll, um zur besseren Diagnose von Demenz beizutragen. Was würden Sie ihm raten?</p>

  <button onclick="showAntwort('ja')">Ja, unbedingt – das kann anderen helfen</button><br><br>
  <button onclick="showAntwort('nein')">Nein – das ist mir zu riskant</button><br><br>
  <button onclick="showAntwort('kommt')">Kommt drauf an – ich würde mehr Informationen brauchen</button>
</div>

<div id="reaktion" style="display: none; margin-top: 20px; padding: 10px; border: 1px solid #ccc; border-radius: 8px;">
  <p id="antworttext" style="font-weight: bold;"></p>
  <p id="vergleichtext"></p>
</div>

<script>
  function showAntwort(option) {
    document.getElementById('entscheidungsspiel').style.display = 'none';
    document.getElementById('reaktion').style.display = 'block';

    let antwort = "";
    let vergleich = "";

    if (option === "ja") {
      antwort = "Sie würden zur Teilnahme an der KI-Forschung raten.";
      vergleich = "In einer fiktiven Umfrage unter Blogleser:innen würden etwa 60 % ebenso entscheiden.";
    } else if (option === "nein") {
      antwort = "Sie würden eher von der Datenfreigabe abraten.";
      vergleich = "Etwa 20 % der Leser:innen äußern ähnliche Bedenken – meist wegen Datenschutz oder möglichem Missbrauch.";
    } else if (option === "kommt") {
      antwort = "Sie möchten zuerst weitere Informationen, bevor Sie raten.";
      vergleich = "Rund 20 % entscheiden sich ebenfalls für diesen vorsichtigen Weg – sie fordern Aufklärung zu Nutzen, Risiken und Sicherheit.";
    }

    document.getElementById('antworttext').innerText = antwort;
    document.getElementById('vergleichtext').innerText = vergleich;
  }
</script>




<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/04/15/wie-kuenstliche-intelligenz-der-alzheimerforschung-dient/">Wie Künstliche Intelligenz der Alzheimerforschung dient</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Buchvorstellung: Prof. Klie und der Pflegenotstand</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2024/07/24/buchvorstellung-prof-klie-und-der-pflegenotstand/</link>
					<comments>https://demenz-zeitung.de/2024/07/24/buchvorstellung-prof-klie-und-der-pflegenotstand/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jul 2024 13:06:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerontologe und Rechtswissenschaftler Prof. Dr. habil. Thomas Klie hat sein neues Buch *„Pflegenotstand?: Eine Streitschrift“ betitelt. Im Vorwort zieht er unter anderem eine Parallele zwischen Pflegenotstand und Klimawandel. Als Gesellschaft&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2024/07/24/buchvorstellung-prof-klie-und-der-pflegenotstand/">Buchvorstellung: Prof. Klie und der Pflegenotstand</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gerontologe und Rechtswissenschaftler Prof. Dr. habil. Thomas Klie hat sein neues Buch *<a href="https://amzn.to/3YfC9B6">„Pflegenotstand?: Eine Streitschrift“</a> betitelt. Im Vorwort zieht er unter anderem eine Parallele zwischen Pflegenotstand und Klimawandel. Als Gesellschaft wissen wir um die Probleme die damit auf uns zukommen oder bereits manifest sind, bleiben jedoch häufig zu passiv. Wir machen uns Sorgen, hoffen aber, dass es irgendwie schon alles klappen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>DEN Pflegenotstand gibt es nicht</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor zeigt ab S. 13 zunächst, dass es nicht den einen Pflegenotstand gibt, sondern verschiedene Varianten davon und reißt an, wie diese zustande gekommen sind. Pflegenotstände haben viele Gesichter – die sich auch gewandelt haben. Denn selbst wenn ausreichend Geld zur Finanzierung von Pflegefachleuten – z.B. in Kliniken – zur Verfügung steht ist deutlich: man kann nicht kaufen, was es nicht gibt. Heißt: trotz Geld – es fehlen Pflegefachleute. Jemanden einstellen, den es nicht gibt kann auch der beste Personaler nicht und auch keine gut gemachte SocialMedia-Kampagne zaubert Fachleute herbei, die nicht da sind. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dem Thema der Pflege durch Angehörige widmet er sich und warnt im Buch vor „Lobhudelei“ selbiger. Denn häufig wird vergessen, dass hinter dem „größten Pflegedienst der Nation“ auch prekäre, traurige und mitunter gefährliche Situationen und Schicksale völlig überforderter Angehöriger stehen. Klie nennt das den „heimlichen Pflegenotstand“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das möglicherweise gelöst – oder zumindest Verbesserungen erzielt werden, hat natürlich auch mit der Finanzierung dieser Pflege zu tun, worauf der Autor auch eingeht und deutlich macht, dass es da oft am politischen Willen fehlt, wirklich etwas zu verändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Pflegefachleute braucht es in jeder Pflegekonstellation – aber nicht für jeden Handschlag</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeit von den ohnehin zunehmend rarer gesäten Pflegefachleuten wird zu oft verschwendet mit Dingen, <a href="https://www.zeit.de/wirtschaft/2024-07/ausbildung-pflegeassistenz-bundesfamilienministerium-gesetz-pflegehelfer">die geringer qualifizierte Menschen übernehmen können</a>. Begleitet, beraten, organisiert und auch kontrolliert von Pflegefachleuten, kann eine bessere Versorgung mit mehr Geringerqualifizierten gelingen. Zumindest aufrechterhalten. Muss es sogar – es wird gar nicht anders gehen – ist bloße Mathematik. Möglicherweise sind <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/07/05/pebem-in-der-langzeitpflege-nicht-mehr-sondern-anders-verteilt/">Personalbedarfsregulierungen</a> dafür entscheidende Schritte die bereits gegangen werden, ebenso wie die Vereinheitlichung der Ausbildung von Hilfs- und Assistenzberufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://amzn.to/3YfC9B6">Klie schreibt im *Buch (S. 39)</a>: <em>„Ein Gutteil der Sorge- und Unterstutzungsaufgaben verlangt zwar fachliche Begleitung und Beratung, aber nicht in jedem Fall den Einsatz von Professionellen. Dies wäre auch in keiner Weise darstellbar.“.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Money money money – Pflege als Geschäft</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das fünfte Kapitel seiner Streitschrift widmet Klie dem Wirtschaftsfaktor Pflege. Als Aufgabe der Daseinvorsorge sieht er die Kommunen in der Pflicht und erklärt dies auch anhand von Beispielen. Auch hier zeigt er Fehlentwicklungen und Fehlsteuerungen auf. Gesundheit als nichthandelbares Gut im Sinne pflegerischer (und ärztlicher) Ethik, aber auch aufgrund ihrer Wertebasis einer Gesellschaft machen diese Tätigkeiten schlecht – oder unvergleichbar mit anderen Wirtschaftsbereichen, wie Klie im Kapitel ausführt. Die verschiedenen Aspekte – und Dilemmata die das verursacht, zeigt der Autor gekonnt auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: eine lesenswerte Streitschrift für Pflegefachleute?</strong></h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kapitelübersicht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">1 Vorwort | Schicksalsfrage Pflege<br>2 Pflegenotstände – ein Dauerthema in verschiedenen Variationen und Kontexten <br>3 »Familienpflege«<br>4 Deutschland – eine pflegeerfahrene Nation<br>5 Pflege als Geschäft <br>6 Heime zwischen Versorgungs- und Abschreckungsfunktion <br>7 Die häusliche Pflege – das Rückgrat der gesundheitlichen Versorgung <br>8 24-Stunden-Betreuung: Die Live-Ins als eigener<br>Versorgungssektor<br>9 Professionalisierung und Pflegepersonalbedarf<br>in der Pflege <br>10 Zwischenfazit: Pflegemythen <br>11 Solidarische Sorge und professionelle<br>Pflege – neue Mixturen der Vergesellschaftung von Pflegeaufgaben<br>12 Umgang mit und Wege aus den »Pflegenotständen« <br>13 Ausblick | Zeitenwende in der Pflege?</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://amzn.to/46kONAR"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2480" srcset="https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover-683x1024.jpg 683w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover-200x300.jpg 200w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover-768x1152.jpg 768w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover-1024x1536.jpg 1024w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover-1366x2048.jpg 1366w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover-1320x1979.jpg 1320w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/07/9783777633824_cover.jpg 1654w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Diese Buchvorstellung ist bereits zu lang geraten. Mich jedenfalls hat Klie „gekriegt“. Aber was wäre ein solches Buch, eine Streitschrift, die sich lediglich darauf verlegt die schwierigen, besorgniserregenden Zustände zu beschreiben und einer, wenn auch trefflich aufbereiteten Analyse zu unterziehen? Zu wenig, denn lediglich auf Missstände und Probleme hinzuweisen – das geschieht seit Jahrzehnten und ist bis heute auch „Geschäftsgrundlage“ einiger Personen der Szene. Immer und immer wieder lautstark auf die sattsam bekannten Probleme hinweisen und das Schlagwortbingo der Deprofessionalisierung spielen: aber nie einen einzigen (durchdachten) Vorschlag zur Lösung beizutragen – mich jedenfalls langweilt man damit ziemlich zügig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau deshalb lohnt es sich für Pflegefachleute, die Streitschrift zu lesen. Anders als viele andere ist es nicht nur eine Beschreibung der Probleme mit der platten Forderung nach mehr Geld für irgendwen und irgendwas. Klie entwirft auch. Spätestens ab S. 155 die er treffend damit beginnt, dass es eben nicht den einen Weg raus aus dem Pflegenotstand geben kann und wird, wird es auch für Pflegeprofis nochmal interessant. Dann wird nochmal deutlich, was es nach Meinung des Autors braucht, um rauszukommen aus der Misere. Es fehlt auch nicht an Beispielen, nicht am Wissen – an der Einigkeit und am Tun. Und an einer gesellschaftlichen Haltung, die eine gute Pflege formt, die der Gegenwart und Zukunft gewachsen sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle die Lektüre all jenen, die noch Zeit und Energie haben sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Ja, es sind durchaus Sätze enthalten, die sehr „rechtswissenschaftlich formuliert“ sind – um nicht zu sagen eckig, gestelzt, den Lesefluss nicht leichter machend. Für mein Empfinden waren sie aber selten – und allen Kolleginnen und Kollegen die ganz und gar nicht bereit sind Pflege fatalistisch zu betrachten, sei die Streitschrift wirklich empfohlen. Als Pflegefachperson sollte man sie gelesen haben.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In dieser Buchvorstellung:</strong> Pflegenotstand?: Eine Streitschrift von Prof. Dr. Thomas Klie, erschienen <a href="https://www.hirzel.de/">bei Hirzel </a>(06 / 2024); 24,00 Euro. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/category/rezensionen/">Weitere Buchvorstellungen finden Sie hier. </a></p>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>*Auf dieser Webseite / in einzelnen Artikeln sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nichts, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2024/07/24/buchvorstellung-prof-klie-und-der-pflegenotstand/">Buchvorstellung: Prof. Klie und der Pflegenotstand</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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