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	<title>demenzzeitung Archive - Demenz-Zeitung</title>
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	<description>Informationen rund um Demenz, Pflege und Versorgung</description>
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	<title>demenzzeitung Archive - Demenz-Zeitung</title>
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	<item>
		<title>Delir bei Demenz: Wenn die Akutphase vorbei ist, bleibt dennoch das Risiko</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2026/07/07/delir-bei-demenz-wenn-die-akutphase-vorbei-ist-bleibt-dennoch-das-risiko/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 16:33:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Delir ist akut gefährlich. Aber auch nach dem scheinbaren Abklingen darf es pflegefachlich nicht abgehakt werden. Wenn Unruhe, Halluzinationen oder starke Desorientierung nachlassen, entsteht leicht der Eindruck von Stabilisierung.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/07/07/delir-bei-demenz-wenn-die-akutphase-vorbei-ist-bleibt-dennoch-das-risiko/">Delir bei Demenz: Wenn die Akutphase vorbei ist, bleibt dennoch das Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Delir ist akut gefährlich. Aber auch nach dem scheinbaren Abklingen darf es pflegefachlich nicht abgehakt werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn Unruhe, Halluzinationen oder starke Desorientierung nachlassen, entsteht leicht der Eindruck von Stabilisierung. Dieser Eindruck kann trügen. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/23/persistentes-delir-weit-verbreitet-und-langanhaltend/">Ein Delir kann persistieren</a>, hypoaktiv weiterbestehen oder zwar remittieren, aber neue funktionelle Risiken hinterlassen: weniger Mobilität, schlechtere Trinkmenge, mehr Stürze, Dysphagie, Schlafstörungen, neue Angst und ein erhöhtes Risiko für weitere Delire.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade bei Menschen mit Demenz ist das frühere Ausgangsniveau nach einem Delir nicht immer wieder erreichbar. Die entscheidende pflegefachliche Frage lautet deshalb nicht: Ist die Person wieder wie vorher? Sondern: Ist das Delir remittiert – und welche neuen oder verstärkten Risiken bleiben danach bestehen?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Pflegefachpersonen ist deshalb nicht nur die akute Delirerkennung wichtig. Entscheidend ist auch, was danach passiert. Und damit dann auch wieder erneut klar, wer die Hauptlast hinsichtlich Versorgung und auch Prävention trägt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wann ist ein Delir denn vorbei?</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Delir gilt fachlich als remittiert, wenn die delirtypischen Merkmale nicht mehr nachweisbar sind: keine akute oder fluktuierende Aufmerksamkeitsstörung, keine auffällige Veränderung von Bewusstsein, Wahrnehmung, Denken oder psychomotorischem Verhalten im Sinne des Delirs.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei Menschen mit Demenz ist das schwer zu beurteilen, weil Demenzsymptome und Delirsymptome überlappen. Maßstab ist der Zustand vor dem Delir – auch wenn dieser Zustand nach dem Delir nicht wieder vollständig erreicht wird. Dazu braucht es strukturierte Beobachtung, Fremdanamnese und bei Verdacht ein standardisiertes Screening. Geeignet sind je nach Setting zum Beispiel 4AT, Nu-DESC, DOS/DOSS, auf Intensivstationen CAM-ICU oder ICDSC. Der 4AT erfasst unter anderem Wachheit, Orientierung/Kognition, Aufmerksamkeit und akute Veränderung beziehungsweise fluktuierenden Verlauf. Bei schwerer Demenz muss das Ergebnis besonders vorsichtig im Verlauf und mit Fremdinformation interpretiert werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist: Ein Screening ersetzt nicht die fachliche Gesamtbeurteilung. Es verhindert aber, dass Pflege nur nach Eindruck dokumentiert: „besser“, „ruhiger“, „verwirrt“ oder „klarer“.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie lange muss Pflege nach einem Delir aufmerksam bleiben?</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflege muss immer aufmerksam sein. Deswegen verlangt professionelle Pflege eben auch mehr, als Laienpflege. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine harte Frist gibt es nachfolgend eines deliranten Zustandes so nicht. Fachlich sinnvoll ist eine gestufte Nachsorge.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für mindestens drei Monate sollte ein erlittenes Delir als aktives Risikoereignis präsent bleiben. Diese Frist ist keine starre Leitlinienvorgabe, aber sie ist pflegefachlich begründbar. Eine deutsche Nachbeobachtungsstudie zu Menschen mit Demenz beziehungsweise Delir auf Demenz fand, dass innerhalb der ersten drei Monate nach Entlassung 14 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Delir auf Demenz starben, aber keine Person aus der Vergleichsgruppe mit Demenz ohne Delir.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="border: 2px solid #8a4b00; background: #fff7e8; padding: 18px 20px; margin: 24px 0; border-radius: 10px; font-family: inherit; color: #222; line-height: 1.55; font-size: 18px;">
  
  <div style="font-weight: 700; font-size: 20px; margin-bottom: 12px; color: #5c3200;">
    <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/26a0.png" alt="⚠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Delir bleibt ein Risikomarker
  </div>

  <p style="margin: 0 0 14px 0;">
    Auch nach dem scheinbaren Abklingen bleibt ein Delir dauerhaft 
    <strong>anlassbezogen relevant</strong>.
  </p>

  <ul style="margin: 12px 0 16px 0; padding-left: 1.2em;">
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f9a0.png" alt="🦠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Infekt</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4a7.png" alt="💧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Exsikkose</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1fa79.png" alt="🩹" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sturz oder Operation</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/26a1.png" alt="⚡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Schmerz</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f6bd.png" alt="🚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Harnverhalt oder Obstipation</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f48a.png" alt="💊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sedierung oder Medikamentenänderung</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f501.png" alt="🔁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ortswechsel</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f9e0.png" alt="🧠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> auffällige Verhaltensänderung</li>
  </ul>

  <p style="margin: 0;">
    In diesen Situationen muss ein <strong>erneutes Delir früh mitgedacht</strong> werden. 
    Die S3-Leitlinie nennt ein Delir in der Vorgeschichte ausdrücklich als 
    <strong>Risikofaktor für ein weiteres Delir</strong>.
  </p>

</div>

</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nach einem Delir bedeutet „drei Monate aufmerksam bleiben“ nicht, dass täglich routinemäßig ein Delirbogen ausgefüllt werden muss. Ich meine damit eine niedrigere Schwelle für pflegefachliches Handeln. Jede akute Veränderung gegenüber dem bekannten Zustand muss ernst genommen werden: neue Schläfrigkeit, schwankende Aufmerksamkeit, Trinkmengenrückgang, Mobilitätsverlust, Sturz, Schmerzzeichen, Fieber, Harnverhalt, Obstipation, Halluzinationen, Angst oder auffällige Unruhe. Wer viel oder gar ausschließlich mit Menschen mit Demenz arbeitet, steht stets im Risiko Verhaltensveränderungen &#8222;der Demenz&#8220; zuzuordnen. Daher dieser Aufruf zur besonderen Sensibilität nach einer deliranten Episode. Das frühere Delir ist deshalb kein abgeschlossener Eintrag in der Vorgeschichte, sondern ein Risikohinweis für die aktuelle Versorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein durchgemachtes Delir erhöht das Risiko für weitere Delire</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Frage nach dem Rezidivrisiko lässt sich nicht mit einer einzigen belastbaren Prozentzahl für „Menschen mit Demenz nach Delir“ beantworten. Dafür unterscheiden sich Settings, Demenzschwere, Frailty, Multimorbidität, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/28/gegeben-aber-nicht-genommen-der-stille-medikationsfehler/">Medikation</a>, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/11/demenz-auf-falscher-faehrte-bei-infektionen-schmerzen/">Infektlast</a> und Erhebungsmethoden zu stark.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Richtung ist aber klar: Ein Delir in der Vorgeschichte gilt als Risikofaktor für ein weiteres Delir. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">Die S3-Leitlinie</a> formuliert für die Tertiärprävention, dass die nach einem Delir relevanten Risikofaktoren und deren Management weiter bedeutsam bleiben. In der stationären Langzeitpflege seien präventive nicht-pharmakologische Maßnahmen essenziell, um erneute Delirien zu vermeiden. Zugleich sei kontinuierliche interdisziplinäre Beobachtung nötig, um ein Wiederauftreten frühzeitig zu erkennen und eine rasche Ursachenbehandlung zu ermöglichen. Pflegefachlich folgt daraus: Wer einmal ein Delir hatte, gehört bei neuer akuter Belastung wieder in die Delir-Risikogruppe. Bei Menschen mit Demenz gilt das besonders.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Willkommen in der Drehtür: <strong>Entlassung nach Delir ohne Nachsorgeempfehlung bleibt Risiko</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/29/kurzzeitpflege-verzweifelt-gesucht-uebergangspflege/">Krankenhäuser entlassen Menschen mit Demenz</a> nicht selten nach einem behandelten oder sich bessernden Delir. Die akute Ursache ist therapiert, die Medikation angepasst, die Person wirkt ruhiger oder wieder besser erreichbar. Oder wehrt sich wenigstens weniger gegen die Versorgung. Hilfreich wäre, konkrete Aussage zur Delirnachsorge zu treffen.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="725" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-725x1024.png" alt="" class="wp-image-3691" srcset="https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-725x1024.png 725w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-212x300.png 212w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-768x1085.png 768w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik.png 1055w" sizes="(max-width: 725px) 100vw, 725px" /></a></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn ein Mensch mit Demenz während des Aufenthalts ein Delir hatte, reicht es nicht, nur die Medikation zu übergeben. Die Anschlussversorgung muss wissen, ob das Delir remittiert war oder ob noch Auffälligkeiten bestanden, welche Form beobachtet wurde, welche Auslöser wahrscheinlich waren und worauf Pflege, Hausarztpraxis und Angehörige in den nächsten Tagen und Wochen achten sollen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Krankenhäuser stehen hier in der Verantwortung. Ein behandeltes oder gebessertes Delir ist kein erledigtes Randereignis, sondern ein relevantes Risiko für die weitere Versorgung. Deshalb gehören in Arztbrief und Pflegeverlegungsbericht konkrete ärztliche und pflegefachliche Handlungsempfehlungen: Wann ist eine erneute ärztliche Rückmeldung nötig? Welche Warnzeichen sprechen für ein persistierendes oder erneutes Delir? Welche körperlichen Auslöser müssen weiter beobachtet werden? Welche Medikationsrisiken bestehen? Welche Einschränkungen sind neu hinzugekommen?</p>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Delirnachsorge muss deshalb Teil der Entlassungsqualität sein – ärztlich und pflegefachlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Pflege konkret beobachten muss</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nach einem Delir reicht eine allgemeine Formulierung wie „weiter beobachten“ nicht aus. Beobachtung muss konkretisiert werden. Pflegefachlich relevant sind vor allem: Aufmerksamkeit und Wachheit bzw. Fluktuation, Mobilität und Transfers (Bedarf), Essen, Trinken und Schlucken, Ausscheidung, Schlaf-Wach-Rhythmus, Schmerz und Infektzeichen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nach einem Delir darf Pflege nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Auch wenn das Delir formal vorbei ist, bleibt es relevant: zunächst wegen möglicher Persistenz, dann wegen erhöhter Komplikations- und Sterberisiken, langfristig wegen des Risikos weiterer Delire. In Verlegungsberichten bzw. Entlassbriefen darf und sollte dieser Nachsorgebedarf deutlich betont werden. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen bzw. weitere Links zum Thema</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie / Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“. AWMF-Register Nr. 109-001. 2025/2026.<br>Wichtig für Risikofaktoren, Follow-up Care, Tertiärprävention und Informationstransfer.<br><a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/109-001">https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/109-001</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Houdelet-Oertel, A., Lauer, R., Molitor, V., Walter, R., Dörner, J., Palm, R., Otte, I., Vollmar, H. C., &amp; Holle, B. Prevalence of delirium among older nursing home residents: a systematic review and meta-analysis. European Geriatric Medicine. 2026.<br>Wichtig für Delir im Pflegeheim.<br><a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s41999-026-01422-0">https://link.springer.com/article/10.1007/s41999-026-01422-0</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Whitby, J., Nitchingham, A., Caplan, G., Davis, D., &amp; Tsui, A. Persistent delirium in older hospital patients: an updated systematic review and meta-analysis. Delirium. 2022.<br>Wichtig für persistierendes Delir nach der Akutphase.<br><a href="https://deliriumjournal.com/article/36822-persistent-delirium-in-older-hospital-patients-an-updated-systematic-review-and-meta-analysis">https://deliriumjournal.com/article/36822-persistent-delirium-in-older-hospital-patients-an-updated-systematic-review-and-meta-analysis</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnorr, T. S., Fleiner, T. F., Schroeder, H., Reupke, I., Woringen, F., Trumpf, R., Schroeder, S., Zijlstra, W., &amp; Haussermann, P. Post-discharge mortality in patients with delirium and dementia: A 3-year follow up study. Frontiers in Psychiatry. 2022.<br>Wichtig für die frühe Hochrisikophase nach Delir auf Demenz.<br><a href="https://www.frontiersin.org/journals/psychiatry/articles/10.3389/fpsyt.2022.835696/full">https://www.frontiersin.org/journals/psychiatry/articles/10.3389/fpsyt.2022.835696/full</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">National Institute for Health and Care Excellence. Delirium in adults. Quality statement 5: Communication of diagnosis to GPs. NICE Quality Standard QS63.<br>Wichtig für die Forderung, ein aktuelles oder abgeklungenes Delir in der Entlassungskommunikation ausdrücklich zu benennen.<br><a href="https://www.nice.org.uk/guidance/qs63/chapter/quality-statement-5-communication-of-diagnosis-to-gps">https://www.nice.org.uk/guidance/qs63/chapter/quality-statement-5-communication-of-diagnosis-to-gps</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/07/07/delir-bei-demenz-wenn-die-akutphase-vorbei-ist-bleibt-dennoch-das-risiko/">Delir bei Demenz: Wenn die Akutphase vorbei ist, bleibt dennoch das Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Demenz: Wer hat hier eigentlich das Problem?</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2026/06/05/demenz-wer-hat-hier-eigentlich-das-problem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 12:39:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine einfache Frage kann im Umgang mit Menschen mit Demenz viel Stress herausnehmen. Sie lautet: Wer hat hier eigentlich das Problem? Diese Frage wirkt zunächst fast zu schlicht. Im Pflegealltag&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/06/05/demenz-wer-hat-hier-eigentlich-das-problem/">Demenz: Wer hat hier eigentlich das Problem?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine einfache Frage kann im Umgang mit Menschen mit Demenz viel Stress herausnehmen. Sie lautet: Wer hat hier eigentlich das Problem?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Diese Frage wirkt zunächst fast zu schlicht. Im Pflegealltag kann sie aber verhindern, dass Verhalten vorschnell als Störung bewertet wird. Denn nicht alles, was von unserer Routine abweicht, ist für den Menschen mit Demenz ein Problem. Manchmal ist es vor allem ein Problem für unsere Ordnungsvorstellungen, unseren Zeitplan oder unser Bedürfnis, eine Situation sofort zu korrigieren. Wenn ich mit Teams arbeite, ist das daher für mich eine Leitfrage. Denn häufig eröffnet sie die Möglichkeit, Druck und Stress im Alltag zu verringern – und davon haben Pflegeprofis meist mehr als genug.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Pflegefachpersonen wegsehen sollen. Es bedeutet: Erst prüfen, dann eingreifen. Und letztlich: öfter einfach machen lassen, statt im eigenen Arbeitsalltag Menschen mit Demenz ständig korrigierend hinterherzuhechten.<br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Wann müssen Sie wirklich handeln?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eingreifen müssen wir immer dann, wenn Gefahr besteht, ein Mensch leidet, Gesundheit gefährdet ist oder andere Menschen beeinträchtigt werden. Grenzen und Rechte anderer Menschen dürfen und müssen geschützt werden. Das steht nicht in Frage – eher manchmal, wie wir das machen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Anders sieht es aus, wenn ein Verhalten vor allem ungewohnt, unordentlich oder störend wirkt, aber niemandem schadet. Dann lohnt sich ein kurzer innerer Stopp: Muss ich jetzt wirklich handeln? Oder halte ich gerade nur schwer aus, dass etwas nicht so ist, wie ich es gewohnt bin? Diese Unterscheidung ist besonders wichtig bei Menschen mit Demenz. Viele Handlungen haben für Außenstehende keinen erkennbaren Sinn, können für die betroffene Person aber beruhigend, vertraut oder orientierend sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Kleiderschrank wird immer wieder ausgeräumt</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein typisches Beispiel aus einer Pflegeeinrichtung: eine Bewohnerin räumt ihren Kleiderschrank aus. Eine Pflegefachperson kommt ins Zimmer, sieht die Unordnung und räumt alles wieder ein. Beim nächsten Rundgang ist der Schrank erneut ausgeräumt. Wieder wird aufgeräumt. Nach dem dritten oder vierten Mal entsteht Ärger, Zeitdruck und die Einschätzung: Die Bewohnerin ist unruhig, schwierig oder kaum zu bremsen, agitiert – obwohl bei ihr kein erkennbarer Leidensdruck vorhanden ist. Im Gegenteil: wechselt man die Perspektive, ist sie beschäftigt, schafft ihre eigene Ordnung, kümmert sich um ihre eigenen Sachen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hier hilft die Frage: Wer hat das Problem? Und für Kolleginnen und Kollegen die Unordnung besonders schlecht aushalten können: natürlich heißt das nicht, alles so lassen zu müssen. Aber statt den Schrank viermal pro Schicht aufzuräumen, kann das Team festlegen: der Schrank wird einmal täglich zu einem geeigneten Zeitpunkt überprüft und geordnet. Alles andere darf (vorübergehend) unordentlich sein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das spart Zeit, reduziert Konflikte und verhindert, dass aus einem harmlosen Verhalten ein Dauerthema wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstverursachter Stress entsteht oft durch Korrekturreflexe</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele belastende Situationen entstehen nicht nur durch das Verhalten des Menschen mit Demenz. Sie entstehen auch dadurch, dass Pflegefachpersonen immer wieder korrigieren, zurückräumen, erklären oder umlenken, obwohl die Situation objektiv nicht gefährlich ist. Das kostet Zeit, schafft Stress – und es entstehen neue Risiken: z.B. der unangemessene Einsatz von Bedarfsmedikation gegen „Unruhe“.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die praktische Leitfrage lautet deshalb: Entsteht gerade Schaden, Gefahr oder Leidensdruck? Oder stört es vor allem mich? Wenn es vor allem mich stört, ist Innehalten oft die bessere Intervention.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a9c69aa8ccc1&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a9c69aa8ccc1" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img decoding="async" width="1024" height="576" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/06/teamfragen-1024x576.png" alt="" class="wp-image-3644" srcset="https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/06/teamfragen-1024x576.png 1024w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/06/teamfragen-300x169.png 300w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/06/teamfragen-768x432.png 768w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/06/teamfragen-1536x864.png 1536w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/06/teamfragen-1320x743.png 1320w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2026/06/teamfragen.png 1672w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Frage „Wer hat hier eigentlich das Problem?“ eignet sich gut für Fallbesprechungen, Übergaben und kurze Teamreflexionen. Sie hilft, eingefahrene Reaktionsmuster zu erkennen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist: Nicht-Eingreifen bedeutet nicht Nichtstun. Es kann eine bewusste fachliche Entscheidung sein. Dazu gehört, Risiken einzuschätzen, Grenzen zu setzen, Alternativen anzubieten und die Situation weiter zu beobachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angehörige brauchen Erklärung, nicht perfekte Ordnung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein häufiges Gegenargument lautet: Die Angehörigen beschweren sich, wenn das Zimmer unordentlich ist oder Dinge herumliegen.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das kann passieren. Oft entsteht die Beschwerde aber nicht wegen der Unordnung. Angehörige haben häufig Angst, dass niemand hinsieht, dass zu wenig Personal da ist oder dass es den Pflegefachpersonen egal ist. Wenn sie nur die Unordnung sehen, aber die fachliche Entscheidung dahinter nicht kennen, wirkt die Situation schnell wie eine Art Vernachlässigung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Deshalb ist Erklärung entscheidend. Pflege wird auch deshalb häufig unterschätzt, weil Sie nicht gut kommuniziert, was sie macht. Oder eben bewusst nicht macht. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen können Angehörigen ruhig und klar vermitteln:</p>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>Wir sehen die Situation.</li>



<li>Wir lassen Ihre Mutter oder Ihren Vater nicht allein damit.</li>



<li>Wir unterscheiden zwischen Menschen und Dingen.</li>



<li>Zuerst achten wir darauf, ob es dem Menschen gut geht.</li>



<li>Wenn keine Gefahr besteht, greifen wir nicht jedes Mal sofort ein.</li>



<li>Wir kümmern uns zu einem geeigneten Zeitpunkt um Ordnung, Wäsche und Sicherheit.</li>
</ul>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">So wird aus „Die kümmern sich gar nicht!“ eine andere Wahrnehmung: Das Team handelt bewusst. Es setzt Prioritäten. Es schützt den Menschen vor unnötigen Konflikten und kümmert sich trotzdem. Gerade diese Erklärung schafft Vertrauen. Angehörige erleben dann nicht Gleichgültigkeit, sondern fachliches Vorgehen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Frage „Wer hat hier eigentlich das Problem?“ ist keine Ausrede fürs Wegsehen. Sie ist ein Werkzeug für bewusstes Handeln. Sie hilft Pflegefachpersonen, zwischen echter Gefahr und eigener Irritation zu unterscheiden. Sie verhindert unnötige Konflikte. Und sie gibt Menschen mit Demenz mehr Raum, sich in ihrer Umgebung auf ihre Weise zu beschäftigen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nicht alles, was uns stört, ist auch ein Problem für den Menschen mit Demenz. Manchmal beginnt gute Pflege genau dort, wo wir „nichts“ machen.</p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/06/05/demenz-wer-hat-hier-eigentlich-das-problem/">Demenz: Wer hat hier eigentlich das Problem?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Handschrift als Hinweis auf kognitive Veränderungen?</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2026/05/26/handschrift-als-hinweis-auf-kognitive-veraenderungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 18:29:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie aus Portugal deutet darauf hin, dass sich kognitive Beeinträchtigungen auch in der Art zeigen können, wie Menschen schreiben. Gemeint ist dabei nicht einfach eine „schöne“ oder „unordentliche“&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/05/26/handschrift-als-hinweis-auf-kognitive-veraenderungen/">Handschrift als Hinweis auf kognitive Veränderungen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine neue Studie aus Portugal deutet darauf hin, dass sich kognitive Beeinträchtigungen auch in der Art zeigen können, wie Menschen schreiben. Gemeint ist dabei nicht einfach eine „schöne“ oder „unordentliche“ Handschrift. Entscheidend waren in der Untersuchung vor allem messbare Merkmale des Schreibvorgangs: Wie lange dauert es bis zum ersten Strich? Wie flüssig wird geschrieben? Wie oft wird der Stift neu angesetzt? Wie lange dauert die Schreibbewegung insgesamt?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auffällig in der Untersuchung: einfache Aufgaben wie Linienziehen oder Punkte setzen unterschieden die Gruppen kaum. Deutlicher wurden die Unterschiede erst bei anspruchsvolleren Schreibaufgaben, insbesondere beim Schreiben nach Diktat. Dabei müssen Zuhören, Sprachverarbeitung, Arbeitsgedächtnis und feinmotorische Steuerung gleichzeitig zusammenspielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Hinweis, keine Diagnose</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Forschenden sehen in der digitalen Handschriftanalyse deshalb eine mögliche Ergänzung für frühe Hinweise auf kognitive Veränderungen. Sie betonen aber auch die Grenzen: Die Studie war klein, die Ergebnisse sind nicht ohne Weiteres auf alle älteren Menschen übertragbar, und Einflüsse durch Medikamente wurden nicht systematisch berücksichtigt. Eine veränderte Handschrift ersetzt also keine Diagnostik. Sie kann allenfalls ein Baustein sein, der in Zukunft bei Screening und Verlaufskontrolle helfen könnte. Für die Praxis ist die Einordnung wichtig: eine zittrige, langsamere oder veränderte Handschrift ist bei älteren Menschen nicht automatisch ein Demenzzeichen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.frontiersin.org/journals/human-neuroscience/articles/10.3389/fnhum.2026.1820193/full">Frontiers in Human Neuroscience: Digital handwriting analysis for cognitive impairment detection in older adults</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/05/26/handschrift-als-hinweis-auf-kognitive-veraenderungen/">Handschrift als Hinweis auf kognitive Veränderungen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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		<title>Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2026/03/23/warum-demenzschulungen-mit-einer-ehrlichen-standortbestimmung-beginnen-sollten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 08:40:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet, braucht nicht nur Wissen, sondern vor allem Handlungssicherheit im Alltag. Viele Pflegefachpersonen erleben jedoch, dass genau diese Sicherheit je nach Situation unterschiedlich ausgeprägt ist.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/03/23/warum-demenzschulungen-mit-einer-ehrlichen-standortbestimmung-beginnen-sollten/">Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet, braucht nicht nur Wissen, sondern vor allem Handlungssicherheit im Alltag. Viele Pflegefachpersonen erleben jedoch, dass genau diese Sicherheit je nach Situation unterschiedlich ausgeprägt ist. Manches gelingt gut, anderes verunsichert immer wieder. Genau deshalb kann es sinnvoll sein, vor einer Schulung erst einmal den eigenen Standpunkt zu klären.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Fortbildungen helfen am meisten, wenn sie an den tatsächlichen Bedarf anknüpfen. Wer schon vorher weiß, wo Unsicherheiten liegen, kann Inhalte gezielter aufnehmen, eigene Fragen klarer formulieren und Schulungen besser für den Berufsalltag nutzen. Es geht also nicht darum, jemanden zu bewerten, sondern darum, Stärken und Lernfelder sichtbar zu machen. Und Schulungsteilnehmer dürfen berechtigt Fragen (vor-)formulieren und ihre Erwartungen erklären. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstreflexion ist professionell</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Sich den eigenen Bedarf einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Es ist eine Voraussetzung für professionelles Lernen. Wer ehrlich auf den eigenen Arbeitsalltag schaut, schafft die Grundlage dafür, dass Schulungen nicht nur interessant sind, sondern wirklich entlasten und Handlungssicherheit geben. Problematisch ist daran höchstens, wenn Führungskräfte oder Träger die Selbstreflexion zur Bewertung von Mitarbeitenden nutzen möchten. Das führt zu unehrlichen Aussagen und Bedarfsmeldungen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Machen Sie jetzt Ihren persönlichen Selbstcheck</p>



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    }
  </style>

  <div class="check-wrap">
    <div class="intro-box">
      <h2>Wie sicher fühle ich mich in der Demenzpflege?</h2>
      <p>Ein Selbstcheck zur ehrlichen Standortbestimmung</p>

      <div class="notice">
        Dieser Selbstcheck ist keine Prüfung und kein Leistungsnachweis. Er soll helfen, Unterschiede sichtbar zu machen:
        Was gelingt bereits sicher? In welchen Situationen besteht noch Unsicherheit oder konkreter Fortbildungsbedarf?
      </div>

      <p>Bitte kreuzen Sie nicht an, was fachlich wünschenswert wäre, sondern was Ihrem tatsächlichen Erleben im Alltag entspricht.</p>

      <div class="meta-row">
        <div>
          <label class="meta-label" for="sc-name">Name / Kürzel (optional)</label>
          <input type="text" id="sc-name" placeholder="optional">
        </div>
        <div>
          <label class="meta-label" for="sc-date">Datum</label>
          <input type="date" id="sc-date">
        </div>
      </div>
    </div>

    <div class="scale-legend">
      <table>
        <tr>
          <th>Selbstreflexion Demenz</th>
          <th>1<br>trifft gar nicht zu</th>
          <th>2<br>trifft eher nicht zu</th>
          <th>3<br>teils-teils</th>
          <th>4<br>trifft eher zu</th>
          <th>5<br>trifft voll zu</th>
        </tr>
      </table>
    </div>

    <div class="progress">
      <div class="progress-bar-outer">
        <div class="progress-bar-inner" id="sc-progress-bar"></div>
      </div>
      <div class="progress-text" id="sc-progress-text">0 von 20 Aussagen beantwortet</div>
    </div>

    <div class="questions-box" id="questions-container"></div>

    <div class="button-row">
      <button type="button" class="btn-primary" id="evaluate-btn">Auswertung anzeigen</button>
      <button type="button" class="btn-secondary" id="reset-btn">Alles zurücksetzen</button>
      <button type="button" class="btn-secondary" id="print-btn">Drucken / als PDF speichern</button>
    </div>

    <div class="result-box" id="result-box">
      <h3>Ihre Auswertung</h3>

      <div class="score-grid">
        <div class="score-card">
          <div class="small">Beantwortete Aussagen</div>
          <div class="big" id="answered-count">0 / 20</div>
        </div>
        <div class="score-card">
          <div class="small">Gesamtpunkte</div>
          <div class="big" id="total-score">0</div>
        </div>
        <div class="score-card">
          <div class="small">Grobe Gesamttendenz</div>
          <div class="big" id="average-score">0,0</div>
        </div>
      </div>

      <div class="result-text" id="result-text"></div>

      <p class="disclaimer">
        Die grobe Gesamttendenz fasst Ihre Selbsteinschätzung über alle Aussagen hinweg zusammen. Wichtiger als dieser Einzelwert sind die Aussagen, bei denen Sie niedrige Werte vergeben haben. Diese sind gelb markiert.
      </p>
    </div>
  </div>

  <script>
    (function () {
      const questions = [
        "Ich kann typische Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz im Alltag meist gut einordnen.",
        "Ich erkenne oft, ob hinter einem Verhalten eher Angst, Überforderung, Schmerzen oder Orientierungslosigkeit stehen könnten.",
        "Ich weiß, wie ich Menschen mit Demenz so ansprechen kann, dass sie sich eher verstanden als unter Druck gesetzt fühlen.",
        "Ich kann meist auch dann ruhig bleiben, wenn ein Mensch mit Demenz unruhig, laut oder abwehrend reagiert.",
        "Ich fühle mich sicher darin, pflegerische Handlungen nicht vorschnell durchzusetzen, wenn Widerstand entsteht.",
        "Ich weiß, wie ich bei Körperpflege, Anziehen oder Mobilisation vorgehen kann, damit möglichst wenig Abwehr entsteht.",
        "Ich merke meist rechtzeitig, wann eine Situation besser unterbrochen, beruhigt oder anders angegangen werden sollte.",
        "Ich kann auch unter Zeitdruck respektvoll und demenzsensibel handeln.",
        "Ich fühle mich sicher im Umgang mit Menschen mit Demenz, die immer wieder dieselben Fragen stellen.",
        "Ich komme auch dann gut zurecht, wenn ein Mensch mit Demenz ständig etwas einfordert oder nach etwas verlangt.",
        "Ich kann einschätzen, wann plötzliche Veränderungen auf ein akutes medizinisches Problem hindeuten könnten.",
        "Ich denke bei Unruhe oder Verhaltensveränderungen selbstverständlich auch an mögliche körperliche Ursachen wie Schmerzen, Infektion, Exsikkose oder Delir.",
        "Ich fühle mich sicher, wenn es um Essen, Trinken und mögliche Risiken in diesem Bereich geht.",
        "Ich erkenne oft, was einem Menschen mit Demenz Orientierung, Sicherheit oder Mitmachen erleichtert.",
        "Ich weiß, wie ich schwierige Situationen Angehörigen verständlich und professionell erklären kann.",
        "Ich fühle mich in Gesprächen mit belasteten, besorgten oder kritischen Angehörigen ausreichend sicher.",
        "Ich weiß, was ich bei schwierigen Situationen knapp, sachlich und fachlich sinnvoll dokumentieren sollte.",
        "Ich bemerke bei mir selbst rechtzeitig, wenn mich eine Situation in der Demenzpflege überfordert oder verunsichert.",
        "Ich weiß, wann ich Unterstützung, Rücksprache oder eine Fallbesprechung brauche, und erhalte diese Unterstützung in meinem Team oder durch Vorgesetzte auch tatsächlich.",
        "Ich kann gut benennen, in welchen Bereichen der Demenzpflege ich mir mehr Wissen oder mehr praktische Anleitung wünsche."
      ];

      const container = document.getElementById("questions-container");
      const progressBar = document.getElementById("sc-progress-bar");
      const progressText = document.getElementById("sc-progress-text");
      const evaluateBtn = document.getElementById("evaluate-btn");
      const resetBtn = document.getElementById("reset-btn");
      const printBtn = document.getElementById("print-btn");
      const resultBox = document.getElementById("result-box");
      const answeredCountEl = document.getElementById("answered-count");
      const totalScoreEl = document.getElementById("total-score");
      const averageScoreEl = document.getElementById("average-score");
      const resultTextEl = document.getElementById("result-text");

      function renderQuestions() {
        questions.forEach((question, index) => {
          const card = document.createElement("div");
          card.className = "question-card";

          const qText = document.createElement("div");
          qText.className = "question-text";
          qText.innerHTML = '<span class="question-number">' + (index + 1) + '.</span>' + question;

          const radioRow = document.createElement("div");
          radioRow.className = "radio-row";

          const labels = [
            "1<br>gar nicht",
            "2<br>eher nicht",
            "3<br>teils-teils",
            "4<br>eher zu",
            "5<br>voll zu"
          ];

          for (let value = 1; value <= 5; value++) {
            const label = document.createElement("label");
            label.className = "radio-option";
            label.innerHTML = '<input type="radio" name="q' + index + '" value="' + value + '"><span>' + labels[value - 1] + '</span>';

            label.addEventListener("click", function () {
              setTimeout(() => {
                updateSelectedStates(index);
                updateProgress();
              }, 0);
            });

            radioRow.appendChild(label);
          }

          card.appendChild(qText);
          card.appendChild(radioRow);
          container.appendChild(card);
        });
      }

      function updateSelectedStates(questionIndex) {
        const options = document.querySelectorAll('input[name="q' + questionIndex + '"]');

        options.forEach((radio) => {
          const label = radio.closest(".radio-option");
          label.classList.remove("selected", "selected-low");

          if (radio.checked) {
            if (radio.value === "1" || radio.value === "2") {
              label.classList.add("selected-low");
            } else {
              label.classList.add("selected");
            }
          }
        });
      }

      function getAnswers() {
        const values = [];
        for (let i = 0; i < questions.length; i++) {
          const checked = document.querySelector('input[name="q' + i + '"]:checked');
          values.push(checked ? parseInt(checked.value, 10) : null);
        }
        return values;
      }

      function updateProgress() {
        const answers = getAnswers();
        const answered = answers.filter(v => v !== null).length;
        const percent = (answered / questions.length) * 100;

        progressBar.style.width = percent + "%";
        progressText.textContent = answered + " von " + questions.length + " Aussagen beantwortet";
      }

      function getResultText(avg, answered) {
        if (answered < questions.length) {
          return "<p>Bitte beantworten Sie möglichst alle Aussagen, damit die Einordnung aussagekräftiger wird.</p>";
        }

        if (avg >= 4.2) {
          return "<p>Ihre Selbsteinschätzung spricht insgesamt für eine hohe Sicherheit in vielen Bereichen der Demenzpflege. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, einzelne Themen gezielt zu vertiefen, um Handlungssicherheit weiter auszubauen.</p>";
        }

        if (avg >= 3.2) {
          return "<p>Ihre Angaben zeigen ein gemischtes Bild: In einigen Bereichen besteht bereits Sicherheit, in anderen zeigt sich noch Unterstützungs- oder Vertiefungsbedarf. Achten Sie besonders auf die gelb markierten Antworten.</p>";
        }

        return "<p>Ihre Selbsteinschätzung deutet darauf hin, dass in mehreren Bereichen noch deutliche Unsicherheiten bestehen. Das ist keine Schwäche, sondern ein wichtiger Hinweis darauf, wo Fortbildung, Reflexion und praktische Anleitung im Alltag entlasten können. Achten Sie besonders auf die gelb markierten Antworten.</p>";
      }

      evaluateBtn.addEventListener("click", function () {
        const answers = getAnswers();
        const answered = answers.filter(v => v !== null).length;
        const total = answers.reduce((sum, value) => sum + (value || 0), 0);
        const average = answered ? (total / answered) : 0;

        answeredCountEl.textContent = answered + " / " + questions.length;
        totalScoreEl.textContent = total;
        averageScoreEl.textContent = average.toFixed(1).replace(".", ",");
        resultTextEl.innerHTML = getResultText(average, answered);

        resultBox.style.display = "block";
        resultBox.scrollIntoView({ behavior: "smooth", block: "start" });
      });

      resetBtn.addEventListener("click", function () {
        const radios = document.querySelectorAll('#demenz-selbstcheck-app input[type="radio"]');
        radios.forEach(radio => {
          radio.checked = false;
        });

        const selectedLabels = document.querySelectorAll("#demenz-selbstcheck-app .radio-option");
        selectedLabels.forEach(label => label.classList.remove("selected", "selected-low"));

        document.getElementById("sc-name").value = "";
        document.getElementById("sc-date").value = "";

        resultBox.style.display = "none";
        answeredCountEl.textContent = "0 / 20";
        totalScoreEl.textContent = "0";
        averageScoreEl.textContent = "0,0";
        resultTextEl.innerHTML = "";

        updateProgress();
        window.scrollTo({ top: 0, behavior: "smooth" });
      });

      printBtn.addEventListener("click", function () {
        window.print();
      });

      renderQuestions();
      updateProgress();
    })();
  </script>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Worum es bei guten Schulungen gehen sollte</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gute Demenzschulungen dürfen nicht am Alltag vorbeigehen. Sie sollten dort ansetzen, wo Pflegefachpersonen tatsächlich Unterstützung brauchen: bei Kommunikation, Beobachtung, Umgang mit belastenden Situationen, Zusammenarbeit im Team, Dokumentation und dem besseren Verständnis für die Lebenswelt von Menschen mit Demenz.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bevor Schulungen wirken können, braucht es oft erst einen ehrlichen Blick auf den eigenen Standpunkt. Eine solche Standortbestimmung hilft, den persönlichen Bedarf klarer zu erkennen und Fortbildungen gezielter zu nutzen. Genau darin liegt ihr Wert: nicht als Test, sondern als praktische Hilfe für den Berufsalltag.</p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/03/SelbstcheckDemenzdik-1.pdf">Selbstcheck als pdf-Datei.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2026/03/23/warum-demenzschulungen-mit-einer-ehrlichen-standortbestimmung-beginnen-sollten/">Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://demenz-zeitung.de/2026/03/23/warum-demenzschulungen-mit-einer-ehrlichen-standortbestimmung-beginnen-sollten/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/</link>
					<comments>https://demenz-zeitung.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 08:35:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[#ZukunftspaktPflege]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgesundheitsministerium]]></category>
		<category><![CDATA[bundlaender]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[pflegereform]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[SGBXI]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft der pflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt. Wichtig ist&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei: Das Dokument ist kein Gesetz. Es sind Vorschläge und Optionen „unter Finanzierungsvorbehalt“ – und außerdem steht im Papier als Maßgabe, dass keine Vorschläge gemacht werden sollen, die zu Mehrausgaben führen, soweit diese nicht unmittelbar demografisch bedingt sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Demenzversorgung würden die Vorschläge vor allem dann spürbar, wenn frühe Unterstützung (Prävention, Reha, Pflegegrad 1), verlässliche Lotsung („Kümmerer“) und Krisenhilfen außerhalb der Regelzeiten tatsächlich verbindlich umgesetzt werden. Risiko: Wenn im Zuge der Finanzierung Zugänge oder Leistungsansprüche in der Frühphase enger werden, kämen Hilfen später – und Krisen würden wahrscheinlicher.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<!-- Infokasten: Bund-Länder-Kommission (WordPress-HTML-Block) -->
<div style="
  background:#EAF3FF;
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  padding:18px 18px 16px 18px;
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">
  <div style="font-size:22px; line-height:1.25; margin:0 0 10px 0;">
    Was ist eine Bund-Länder-Kommission in diesem Kontext?
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:0;">
    „Bund-Länder-Kommission“ ist hier keine einzelne Behörde, sondern ein politisch abgestimmtes Arbeitsformat:
    Bund und Länder setzen gemeinsam einen Arbeitsauftrag, lassen auf der Fachebene Vorschläge ausarbeiten und nutzen
    diese als Grundlage für spätere politische Entscheidungen und Gesetzgebung.
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:12px 0 0 0;">
    Im Papier wird das ausdrücklich so beschrieben: Die politische Ebene (Bundesministerin für Gesundheit und die für Pflege
    zuständigen Länder-Ministerinnen/Minister bzw. Senatorinnen/Senatoren) nimmt den Bericht der Fach-Arbeitsgemeinschaften
    zur Kenntnis und bewertet ihn als Grundlage für anstehende Entscheidungen.
  </div>
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">5 Vorschläge und ihre mögliche Wirkung</h2>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background wp-block-paragraph">Wichtig: bei den nachfolgend dargestellten Punkten handelt es sich um eine Auswahl, nicht etwa um das gesamte Ergebnis. Am Ende des Artikels finden Sie einen Link zum vollständigen Ergebnispapier. </p>



<ol class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Prävention und Reha stärken<br>Pflegerelevante Risiken sollen früher erkannt werden, u. a. durch die Erprobung freiwilliger regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen (Gesundheits-Check-up) für ältere Menschen. Außerdem sollen Strategien, Programme, Fördermittel und Leistungen der GKV sowie die Leistungserbringung in Pflegeeinrichtungen stärker auf präventive und rehabilitative Bedarfe ausgerichtet werden.</li>
</ol>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Früher erkennen, früher unterstützen; Funktionen und Selbstständigkeit können länger erhalten bleiben.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">2. „Kümmerer vor Ort“ in der Häuslichkeit<br>„Kümmerer vor Ort“: mehr fachliche Begleitung in der Häuslichkeit – inklusive Pflegekrisen<br>Die bisherigen Beratungs- und Schulungsansätze werden als zu punktuell und zu wenig abgestimmt beschrieben. Vorgeschlagen wird ein zusammengefasstes Angebot „fachlicher Begleitung und Unterstützung“, das Pflegebedürftigen (auch ohne Pflegedienst) und An- und Zugehörigen konkrete Hilfestellungen gibt, insbesondere in Pflegekrisen. Das kann auch durch Kommunen und weitere Akteure erbracht werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Weniger „Zuständigkeits-Lücken“, mehr konkrete Anleitung und Krisenhilfe für Angehörige – bevor Situationen eskalieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">3. Notfallbudget (Nacht/Randzeiten/Wochenende)</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ergänzend soll ein Notfallbudget geschaffen werden, damit in der Nacht, zu Randzeiten, an Wochenenden sowie in Krisensituationen verlässlich Unterstützung verfügbar ist.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Akute Krisen (Unruhe, Sturz, Verwirrtheit) können häufiger durch kurzfristige Hilfen abgefedert werden statt durch Rettungsdienst oder Einweisung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">4. Gebündelte Budgets, weniger Bürokratie ambulant</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zur Vereinfachung des Leistungsrechts wird als erster Schritt vorgeschlagen, verschiedene ambulante Leistungen in einem Sachleistungs- und einem Entlastungsbudget zu bündeln, zu flexibilisieren und einfacher zugänglich zu machen. Zusätzlich soll ergebnisoffen geprüft werden, ob die heutigen Leistungen zu sektoren- und wohnformenunabhängigen Leistungsbudgets weiterentwickelt werden können.<br><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz: </strong>Unterstützungsleistungen könnten passgenauer und schneller genutzt werden (z. B. Entlastung, Aufsicht, Alltagshilfen), mit weniger Antragshürden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">5. Flächenversorgung absichern und Finanzierung skizzieren</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei regionaler Unterversorgung sollen Pflegekassen und Kommunen mehr Möglichkeiten bekommen, selbst Träger von Pflegeeinrichtungen zu werden; zudem werden konkrete Unterstützungspflichten der Pflegekassen bei fehlenden Angeboten sowie bessere Datengrundlagen für Pflegeplanung und Pflege-(personal)-Monitoring genannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> In Regionen mit Unterversorgung könnten Angebote schneller entstehen; zugleich hängt viel davon ab, ob frühe Zugänge (v. a. Pflegegrad 1) eher ausgebaut oder erschwert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Breite Kritik am Ergebnis</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am Ergebnispapier wird vor allem kritisiert, dass es eher eine Sammlung von Prüfaufträgen und Optionen ist als ein Paket mit klaren politischen Festlegungen. Die Finanzierung bleibt weitgehend offen („Finanzierungsvorbehalt“), wodurch unklar ist, welche Vorschläge überhaupt realistisch umgesetzt werden können. Besonders sensibel sind die angedeuteten Instrumente zur Ausgabendämpfung: Änderungen bei Zugangsschwellen oder eine reduzierte Leistung in der Anfangsphase könnten nach Ansicht von Kritikerinnen und Kritikern ausgerechnet dann entlastende Hilfen verzögern, wenn Familien sie am dringendsten brauchen (Frühphase, Pflegekrisen). Zudem wird die Umsetzbarkeit neuer Aufgaben wie „fachliche Begleitung/Kümmerer“ hinterfragt, solange kein belastbares Konzept für Personal, Qualifikationsmix und Zuständigkeiten vorliegt. Ein großes Problem: uns läuft die Zeit davon. Wirklich neu ist an den Vorschlägen nichts &#8211; die Politik muss endlich &#8222;ins Machen&#8220; kommen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/artikel/deutsche-alzheimer-gesellschaft-zu-ergebnissen-der-bund-laender-ag-zukunftspakt-pflege-ansaetze-vorhanden-loesungen-fehlen">Folgerichtig auch die Kritik der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) kommentiert die am 11.12.2025 vorgestellten Ergebnisse der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ und kommt im Kern zu dem Fazit: gute Ansätze, aber zu wenig konkrete, praxistaugliche Lösungen.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/zukunftspakt-pflege-11-12-2025.html">Das vollständige Ergebnis der Bund-Länder-Kommission wurde vom Gesundheitsministerium hier veröffentlicht. Die Dokumente können dort heruntergeladen werden. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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		<title>Pflegeausbildung: nicht alle bleiben bis zum Schluss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 09:28:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Fachkräftemangel in der Pflege ist längst Realität. Und die Situation wird sich in den kommenden Jahren verschärfen. Umso bedenklicher ist es, dass es im Rahmen der Ausbildung eine hohe&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/09/01/pflegeausbildung-nicht-alle-bleiben-bis-zum-schluss/">Pflegeausbildung: nicht alle bleiben bis zum Schluss</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Fachkräftemangel in der Pflege ist längst Realität. Und die Situation wird sich in den kommenden Jahren verschärfen. Umso bedenklicher ist es, dass es im Rahmen der Ausbildung eine hohe Abbrecherquote gibt. Zwar verzeichnet die generalistische Ausbildung steigende Anmeldezahlen – aber, um <a href="https://aerzteverbund.de/pflegeberuf-in-der-krise-warum-so-viele-auszubildende-abbrechen">die 30% brechen die Ausbildung vorzeitig ab</a>. Das hat unterschiedliche Ursachen &#8211; nicht selten sind die Auszubildenden aber mit ihren Problemen allein, die während der Ausbildung entstehen können. Es ist kaum anzunehmen, dass die Abbrecherquote im<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Soest"> Kreis Soest</a> sehr anders ist als im Schnitt im Bundesgebiet. Angesichts des Fachkäftemangels ist die Quote in jedem Fall zu hoch. Aber was tun?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausbildung in Soest &#8211; auch mit &#8222;Handicaps&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der „CariCampus“ der Caritas im Kreis Soest ist eine vergleichsweise neue Schule. Seit September 2023 können sich dort Menschen auf den Weg zum Examen, zur Pflegefachperson, machen. Begleitet werden Sie bei Bedarf unter anderem von Joergen Mattenklotz. Er betreut und berät Auszubildende, die Einschränkungen mitbringen bzw. sich in akuten Problemlagen befinden. „Handicaps“ nennt er solche Umstände. Und die können bei den Auszubildenden dazu führen, dass die Ausbildung abgebrochen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warnzeichen: in der Schule anwesend, in Praxiseinsätzen höhere Fehlzeiten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auszubildende in der Pflege brechen ihre Ausbildung häufiger ab, als Auszubildende in anderen Berufen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von psychischer Vorbelastungen die Auszubildende ohne Unterstützung nicht bewältigen, bis hin zu Erfahrungen während der Ausbildung die gerade junge Menschen aus der Bahn werfen können. Das können schwierige Erlebnisse in der Praxis ebenso sein wie Schwierigkeiten im Privatleben. Auszubildende bei Problemen zu unterstützen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden ist ein wichtiges Anliegen. Für das Interview traf ich Joergen Mattenklotz in Räumlichkeiten der Tagespflege der <a href="https://www.seniorenresidenz-moehnesee.de/">Senioren-Residenz Völlinghausen</a>.</p>



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</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere <a href="https://www.caritas-soest.de/beitraege/neu-fuer-alle-caritas-azubis-individuelle-lebensbe/2939404/">Informationen zum Projekt gibt es hier</a>. Kontakt zum <a href="https://www.caritas-soest.de/pflegeschule-caricampus/servicefuerunternehmen">„CariCampus“ der Caritas Soest und Informationen zur Ausbildung hier</a>.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
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		<title>Demenz im Krankenhaus: warum die Versorgung so oft scheitert und was sich ändern muss</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2025/08/27/demenz-im-krankenhaus-warum-die-versorgung-so-oft-scheitert-und-was-sich-aendern-muss/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 10:46:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Krankenhausaufenthalt ist für die meisten Menschen eine Ausnahmesituation. Für Menschen mit Demenz bedeutet er jedoch häufig eine existentielle Krise. Angehörige berichten immer wieder, dass ihre Mutter oder ihr Vater&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/08/27/demenz-im-krankenhaus-warum-die-versorgung-so-oft-scheitert-und-was-sich-aendern-muss/">Demenz im Krankenhaus: warum die Versorgung so oft scheitert und was sich ändern muss</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Krankenhausaufenthalt ist für die meisten Menschen eine Ausnahmesituation. Für Menschen mit Demenz bedeutet er jedoch häufig <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/08/19/delir-im-krankenhaus-warum-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet-sind/">eine existentielle Krise</a>. Angehörige berichten immer wieder, dass ihre Mutter oder ihr Vater nach dem Klinikaufenthalt „wie ausgewechselt“ sei – orientierungslos, deutlich schwächer, nicht selten mit bleibenden bleibenden Einschränkungen und höherem Versorgungsbedarf als zuvor. Studien bestätigen diese Erfahrungen: Der Krankenhausaufenthalt ist für Menschen mit Demenz riskant. Warum ist das so, welche Folgen hat es – und was müsste sich ändern?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn Strukturen nicht passen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/30/krankenhaus-report-2025-kliniken-unzureichend-vorbereitet-auf-steigende-zahl-hochaltriger-patienten-pflege-spielt-schluesselrolle/">Krankenhäuser sind in erster Linie auf akute medizinische Probleme ausgerichtet:</a> Herzinfarkte, Infektionen, Operationen. Und eine Demenz an und für sich ist erstmal kein akutes medizinisches Problem. Demenz gilt häufig nur als Nebendiagnose bei einem Krankenhausaufenthalt &#8211;  obwohl sie den gesamten Behandlungsverlauf mitbestimmt. Für Menschen mit Demenz bedeutet die Klinik fast immer den Verlust von Orientierung, Routinen und vertrauten Bezugspersonen. Hinzu kommt, dass viele Krankenhäuser baulich und organisatorisch nicht auf die besonderen Bedürfnisse dieser Patientengruppe eingestellt sind. Lange, unübersichtliche Flure, wechselndes Personal, grelles Licht, hektische Abläufe – all das verstärkt Unsicherheit und Angst. Angehörige erleben daher oft, dass ihre demenzerkrankten Familienmitglieder im Krankenhaus regelrecht „untergehen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schlechtere Behandlungsergebnisse</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
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  <h3 id="ig-demenz-titel">Schlechtere Behandlungsergebnisse – Demenz im Krankenhaus</h3>
  <p class="lead">Vergleich von Patient:innen <strong>mit</strong> vs. <strong>ohne</strong> Demenz (stationär). Relatives Risiko (adjusted OR) und ausgewählte Komplikationsraten.</p>

  <div class="grid">
    <!-- Block 1: Relatives Risiko/OR -->
    <div class="card">
      <div class="subhead">Relatives Risiko (adjusted OR) – während des Aufenthalts</div>
      <div class="tiny">Skala bis +50 % (höher = häufiger bei Patient:innen mit Demenz)</div>

      <div class="riskbar" style="--val:32">
        <div class="label">Akutes Organversagen</div>
        <div class="barwrap"><div class="bar"></div></div>
        <div class="val">+32 %</div>
      </div>

      <div class="riskbar" style="--val:50">
        <div class="label">Schwere Sepsis</div>
        <div class="barwrap"><div class="bar"></div></div>
        <div class="val">+50 %</div>
      </div>

      <div class="riskbar" style="--val:28">
        <div class="label">Krankenhaussterblichkeit</div>
        <div class="barwrap"><div class="bar"></div></div>
        <div class="val">+28 %</div>
      </div>

      <div class="tiny" style="margin-top:8px">Hinweis: Prozentwerte entsprechen ungefähr den aOR-Steigerungen (1,32; 1,50; 1,28).</div>
    </div>

    <!-- Block 2: Komplikationsraten -->
    <div class="card">
      <div class="subhead">Komplikationsraten (Demenz vs. ohne Demenz)</div>

      <div class="legend">
        <span><i style="background:#1f6feb"></i>Demenz</span>
        <span><i style="background:#9bbcf6"></i>ohne Demenz</span>
      </div>

      <!-- UTI -->
      <div class="pair">
        <div class="what">Harnwegsinfektion</div>
        <div>
          <div class="scale" aria-label="Demenz 13,4 %">
            <span class="dmn" style="width:13.4%"></span>
          </div>
          <div class="tiny">Demenz: 13,4 %</div>
        </div>
        <div>
          <div class="scale" aria-label="ohne Demenz 7,9 %">
            <span class="nod" style="width:7.9%"></span>
          </div>
          <div class="tiny">ohne Demenz: 7,9 %</div>
        </div>
      </div>

      <!-- Pneumonie -->
      <div class="pair">
        <div class="what">Pneumonie</div>
        <div>
          <div class="scale"><span class="dmn" style="width:4.8%"></span></div>
          <div class="tiny">Demenz: 4,8 %</div>
        </div>
        <div>
          <div class="scale"><span class="nod" style="width:3.5%"></span></div>
          <div class="tiny">ohne Demenz: 3,5 %</div>
        </div>
      </div>

      <!-- Dekubitus -->
      <div class="pair">
        <div class="what">Dekubitus</div>
        <div>
          <div class="scale"><span class="dmn" style="width:5.9%"></span></div>
          <div class="tiny">Demenz: 5,9 %</div>
        </div>
        <div>
          <div class="scale"><span class="nod" style="width:3.8%"></span></div>
          <div class="tiny">ohne Demenz: 3,8 %</div>
        </div>
      </div>

      <!-- Delir -->
      <div class="pair">
        <div class="what">Delir</div>
        <div>
          <div class="scale"><span class="dmn" style="width:4.0%"></span></div>
          <div class="tiny">Demenz: 4,0 %</div>
        </div>
        <div>
          <div class="scale"><span class="nod" style="width:1.5%"></span></div>
          <div class="tiny">ohne Demenz: 1,5 %</div>
        </div>
      </div>

      <p class="tiny" style="margin-top:8px">Zusatz: Mindestens eine der vier Komplikationen tritt bei Demenz-Patient:innen deutlich häufiger auf (RR ≈ 2,5).</p>
    </div>

    <!-- Block 3: Einordnung -->
    <div class="card">
      <div class="subhead">Einordnung &#038; Methodik (Kurz)</div>
      <ul class="tiny" style="margin:0 0 6px 18px">
        <li>Vergleich stationärer Verläufe <em>mit</em> vs. <em>ohne</em> Demenz; alters- und komorbiditätsbereinigt (aOR/RR).</li>
        <li>Komplikationsraten stammen aus einem bevölkerungsweiten Kollektiv (New South Wales, Australien; 2006–2007), risikoadjustiert auf Episodebene.</li>
      </ul>
      <div class="qnote">
        <small><strong>Quellen:</strong>
          Shen&nbsp;HN et al., PLoS ONE 2012 (aOR 1,32/1,50/1,28);
          Bail&nbsp;K et al., BMJ Open 2013 (Komplikationsraten);
          Bail&nbsp;K et al., BMC Health Services Research 2015 (Kosten &#038; RR≈2,5).
        </small>
        <small>
          <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0042751" target="_blank" rel="noopener">PLoS ONE 2012</a> ·
          <a href="https://bmjopen.bmj.com/content/3/6/e002770" target="_blank" rel="noopener">BMJ Open 2013</a> ·
          <a href="https://bmchealthservres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12913-015-0743-1" target="_blank" rel="noopener">BMC HSR 2015</a>
        </small>
      </div>
    </div>
  </div>
</section>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz haben im Krankenhaus nachweislich schlechtere Outcomes als andere ältere Patientinnen und Patienten. Komplikationen wie Infektionen, Stürze, Mangelernährung und Dekubitus treten bei Demenzkranken signifikant häufiger auf. Sie liegen im Schnitt drei bis sieben Tage länger als vergleichbare Patienten ohne Demenz. Auch die Sterblichkeit ist erhöht. Viele Betroffene verlassen die Klinik in einem deutlich schlechteren Zustand – Mobilität, Alltagskompetenzen oder Kommunikationsfähigkeit gehen verloren. Innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung kommt es zudem deutlich häufiger zu erneuten stationären Aufnahmen (Drehtür-Effekt). Besonders gravierend ist der dauerhafte Verlust an Selbstständigkeit. Nicht selten ist ein Krankenhausaufenthalt der Kipppunkt, nach dem eine Pflegeheimaufnahme unvermeidbar wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Belastung für die Mitarbeitenden jeder Klinik</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Pflegefachpersonen und Ärzte ist die Situation belastend. Menschen mit Demenz benötigen mehr Zuwendung, Orientierung und Begleitung – in einem System, das auf Effizienz und schnelle Abläufe getrimmt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unruhe, Verweigerung von Untersuchungen oder Weg/Hinlauftendenzen stellen die Mitarbeitenden vor Herausforderungen, für die oft weder Zeit noch Schulungen vorhanden sind. Pflegende berichten von Frustration, Stress und dem Gefühl, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können. Das führt zu moralischem Druck (moral distress) &nbsp;und einem erhöhten Burnout- oder Coolout-Risiko. Das Ergebnis sind schlechte Erfahrungen für Patienten und Angehörige bei gleichzeitiger Überforderung der Mitarbeitenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Teure Fehlversorgung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die schlechte Versorgung ist nicht nur menschlich belastend, sondern auch teuer. Menschen mit Demenz verursachen durch längere Liegezeiten, zusätzliche Komplikationen und Wiederaufnahmen zum Teil deutlich höhere Kosten als andere Patienten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland werden die Zusatzkosten pro Fall auf rund 1.200 Euro geschätzt, bei verlängerten Liegezeiten kommen pro Tag weitere 500 bis 1.500 Euro hinzu. Internationale Studien sprechen von Mehrkosten im fünfstelligen Dollarbereich pro Jahr und Patient. Summiert auf die steigende Zahl Betroffener entstehen so Milliardenkosten – für etwas, das durch demenzsensible Strukturen zumindest teilweise vermeidbar wäre.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Strukturelle Probleme und Fehlanreize</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warum ändern die Kliniken das nicht einfach? Der Grund liegt u.a. im Finanzierungssystem. Abgerechnet wird über Fallpauschalen (DRGs). Gezahlt wird für die Hauptdiagnose und bestimmte Prozeduren – nicht für den tatsächlichen (Pflege)Aufwand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demenz taucht zwar oft als Nebendiagnose auf, erhöht die Vergütung aber nur geringfügig. Der Mehraufwand in der Pflege, die längere Aufenthaltsdauer und die zusätzlichen Risiken bleiben unvergütet. Für die Kliniken bedeutet das: viel Arbeit, aber kein finanzieller Vorteil. Präventive und begleitende Maßnahmen lohnen sich systemseitig nicht. So entsteht ein Teufelskreis: Je komplexer der Patient, desto unwirtschaftlicher wird seine Versorgung für das Krankenhaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich noch als <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">Demenzbeauftragter im Krankenhaus</a> gearbeitet habe, habe ich gesehen wie viel geändert werden kann und wie effektiv eine Sonderstation sein kann. Es gibt schließlich auch Krankenhäuser, die sich des Themas (teils schon lange) angenommen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Politische Forderungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich insgesamt etwas ändern muss, ist inzwischen erkannt. In der Nationalen Demenzstrategie, die Bund, Länder und Fachverbände gemeinsam beschlossen haben, werden konkrete Maßnahmen benannt: Demenzsensible Krankenhäuser sollen etabliert werden – durch bauliche Anpassungen, feste Abläufe und geschultes Personal. Angehörige sollen systematisch einbezogen werden, da sie wichtige Informationsquellen und Orientierungspersonen sind. Zudem sind Schulungen und Weiterbildungen für alle Berufsgruppen vorgesehen, die im Krankenhaus mit Menschen mit Demenz zu tun haben. Nicht zuletzt geht es um neue Finanzierungsmodelle: Der erhöhte Pflegeaufwand muss abgebildet werden, um demenzsensible Strukturen wirtschaftlich möglich zu machen. Die puren Zahlen geben es her: Demenz im Krankenhaus darf keine Nebensache sein, sondern muss in der Krankenhausplanung und -finanzierung als zentrale Herausforderung berücksichtigt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Menschlich und wirtschaftlich notwendig</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Krankenhäuser sind für Menschen mit Demenz aktuell Hochrisiko-Orte. Für die Betroffenen bedeutet das Leid und Verlust an Lebensqualität, für Angehörige Frustration, für Mitarbeitende Überlastung. Und für uns alle: vermeidbare Kosten in Milliardenhöhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/01/24/viele-bausteine-fuehren-zum-demenzfreundlichen-krankenhaus/">Demenzsensible Strukturen</a>, mehr und regelmäßig praxisnahe Schulungen, Einbindung der Angehörigen und eine Finanzierung, die den tatsächlichen Aufwand abbildet. Das wäre nicht nur menschlich geboten, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Solange diese Veränderungen ausbleiben, bleibt der Satz vieler Angehöriger leider bittere Realität: „Das Krankenhaus hat mehr geschadet, als geholfen.“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade vor diesem Hintergrund tue ich mich schwer, wenn seitens Beratungsstellen oder auf Webseiten empfohlen wird, Menschen mit Demenz ins Krankenhaus einweisen zu lassen, wenn kein (Kurzzeit)Pflegeplatz von Angehörigen gefunden wird. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/05/20/der-bahnhof-krankenhaus-broeckelt/">Krankenhäuser sind nicht die geeigneten Verschiebebahnhöfe </a>für Menschen mit Demenz und können ein strukturelles Problem an anderer Stelle nicht mal eben abfangen. Wer Menschen mit Demenz ins Krankenhaus einweisen lässt um für <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/12/11/achtung-ueberlieger-kurzzeitpflege-im-krankenhaus/">einen Zeitpuffer</a> zu sorgen oder weil das dortige Entlassmanagement schließlich <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/04/16/studie-oftmals-koennen-leistungen-nicht-in-anspruch-genommen-werden-weil-die-anbieter-oder-plaetze-fehlen/">„irgendeine“ Lösung für den fehlenden Pflegeplatz</a> finden muss nimmt zumindest in Kauf, dass die Prozedur den Betroffenen schadet. Das entbindet Krankenhäuser nicht von ihrer Verantwortung Menschen mit Demenz besser zu versorgen. Krankenhauseinweisungen sollten jedoch nicht als Abkürzung aus einem strukturellen Problem normalisiert werden.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">*Die Prozentwerte im oberen Block sind relative Risikoanstiege (adjusted OR) bei Demenz im Vergleich zu Nicht-Demenz im Krankenhaus (nicht „absolutes Risiko durch Krankenhaus“). Die Raten unten sind risikoadjustierte Komplikationsraten in einem großen Verwaltungsdatensatz (NSW, Australien).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/08/27/demenz-im-krankenhaus-warum-die-versorgung-so-oft-scheitert-und-was-sich-aendern-muss/">Demenz im Krankenhaus: warum die Versorgung so oft scheitert und was sich ändern muss</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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		<title>Forschungsprojekt: Unterschiede zwischen den Geschlechtern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 09:03:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Frauen und Männer erleben Demenz unterschiedlich – und sie werden auch unterschiedlich versorgt. Genau diesen Unterschieden widmet sich das neue Forschungsprojekt „ParGenDA“ der Universität Witten/Herdecke gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/06/15/forschungsprojekt-unterschiede-zwischen-den-geschlechtern/">Forschungsprojekt: Unterschiede zwischen den Geschlechtern</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Frauen und Männer erleben Demenz unterschiedlich – und sie werden auch unterschiedlich versorgt. Genau diesen Unterschieden widmet sich das neue Forschungsprojekt „ParGenDA“ der Universität Witten/Herdecke gemeinsam mit der <a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/">Deutschen Alzheimer Gesellschaft</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Demenz ist nicht geschlechtsneutral</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen sind nicht nur häufiger betroffen – sie zeigen auch andere Symptome und erleben die Erkrankung oft anders als Männer. Dennoch wird in Forschung, Versorgung und Pflegeausbildung bislang kaum zwischen den Geschlechtern unterschieden. Das will das Projekt „ParGenDA“ ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefördert vom <a href="https://www.bmbf.de/DE/Home/home_node.html">Bundesministerium für Bildung und Forschung</a>, soll das Projekt bis Ende 2026 wichtige Daten und Impulse liefern, um Pflege und Betreuung geschlechtersensibel zu gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungsteam will herausfinden,</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wie sich Symptome je nach Geschlecht unterscheiden,</li>



<li>wie Frauen und Männer die Versorgung erleben,</li>



<li>wer pflegt – und wie dabei geschlechtsspezifische Rollenbilder wirken,</li>



<li>wo Lücken im aktuellen Versorgungssystem sind, z. B. bei Angeboten für pflegende Männer.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Konkrete Empfehlungen für die Praxis als Ergebnis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„ParGenDA“ will konkrete Empfehlungen geben – für die Pflegepraxis, die Ausbildung, aber auch für politische Strategien und Förderprogramme. Ziel ist, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Versorgung sichtbar zu machen und ernst zu nehmen. Gendersensible Pflege ist kein Modethema, sondern eine notwendige Weiterentwicklung professioneller Demenzversorgung. Nur wer die unterschiedlichen Bedürfnisse kennt, kann ihnen gerecht werden – ob im Heim, in der Angehörigenpflege oder im Krankenhaus.</p>



<div style="height:46px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.uni-wh.de/demenz-hat-ein-geschlecht-neues-forschungsprojekt-beleuchtet-unterschiede-in-der-pflege-bei-frauen-und-maennern">Infos zum Projekt bei der UW/H hier. </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/06/15/forschungsprojekt-unterschiede-zwischen-den-geschlechtern/">Forschungsprojekt: Unterschiede zwischen den Geschlechtern</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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		<title>Internationaler Tag der Pflegenden 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 12:52:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Internationale Tag der Pflegenden wird jedes Jahr am 12. Mai gefeiert – dem Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Pflege. Weltweit wird dieser Tag genutzt, um die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/05/11/internationaler-tag-der-pflegenden-2025/">Internationaler Tag der Pflegenden 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Tag der Pflegenden wird jedes Jahr am 12. Mai gefeiert – dem Geburtstag von <a href="https://www.ardaudiothek.de/episode/das-wissen/florence-nightingale-ikone-der-modernen-krankenpflege/swr-kultur/75452908/">Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Pflege</a>. Weltweit wird dieser Tag genutzt, um die unverzichtbare Rolle von Pflegefachpersonen sichtbar zu machen und ihnen Anerkennung zu zollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen Ländern finden öffentliche Aktionen, Fachveranstaltungen, Feierstunden, aber auch politische Appelle statt. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Berufsverbände nutzen den Tag, um auf die Leistungen, aber auch die Herausforderungen des Pflegeberufs aufmerksam zu machen – etwa durch Kampagnen, Social-Media-Aktionen oder Ehrungen von Pflegefachleuten. Die <a href="https://www.who.int/news-room/events/detail/2025/05/12/default-calendar/2025-sown-launch">Weltgesundheitsorganisation (WHO)</a> und der <a href="https://www.icn.ch/news/icn-puts-wellbeing-nurses-centre-international-nurses-day-2025">Internationale Pflegeverband (ICN)</a> geben jährlich ein Leitthema heraus, das aktuelle pflegepolitische Schwerpunkte betont.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tag der Pflegefachpersonen &#8211; nur ein Symbol?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tag ist, der Tag muss mehr als nur symbolisch sein: Er soll weltweit das öffentliche Bewusstsein für Pflege stärken, auf Missstände hinweisen – und Veränderungen anstoßen. Denn ohne Pflege geht es nirgendwo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielfach sind die Arbeitsbedingungen für Pflegefachleute schwer, unzureichend und mitunter gefährlich. Dennoch muss auch konstatiert werden, dass sich in den vergangenen Jahren zumindest bei den Gehältern in Deutschland etwas getan hat. Die Gehälter von Pflegefachpersonen in Deutschland haben in den letzten Jahren signifikant zugenommen, insbesondere in der Altenpflege. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Pflegebranche mit Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Arbeitsbelastung konfrontiert. Eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vergütung sind entscheidend, um den Pflegeberuf attraktiv zu gestalten und die Qualität der Pflege langfristig zu sichern. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Pflege ist extrem vielfältig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder lese ich leider auch heute noch Kommentare von Menschen, die unter Pflege maximal irgendwas mit &#8222;nett sein&#8220;, Essen anreichen und Körperpflege verstehen. Oh wie weit gefehlt ist ein solches Pflegeverständnis und so mancher wird sich den Luxus der Geringschätzung gegenüber Pflegefachleuten nur so lange leisten, bis er auf ihre Expertise eines Tages angewiesen ist. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegende bewirken immer wieder ganz erstaunliche Dinge &#8211; so nah am Menschen, wie wohl nur wenige Berufe. Für mich persönlich zeichnet die Branche zudem immer wieder aus, dass ich tolle Menschen treffe die bereit sind, mir ihre Arbeit zu erklären. Die die Geduld aufbringen, mich teilhaben zu lassen und mir tiefe Einblicke gewähren, so dass wir gemeinsam mit unserer jeweiligen Expertise Gutes bewirken können. Dafür meinen persönlichen Dank. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><br>Schönen IND 2025 allerseits.<br><br>Jochen Gust <br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2025/05/11/internationaler-tag-der-pflegenden-2025/">Internationaler Tag der Pflegenden 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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		<title>Risiko Schwerhörigkeit: das Gehirn leidet</title>
		<link>https://demenz-zeitung.de/2024/01/27/risiko-schwerhoerigkeit-das-gehirn-leidet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jan 2024 19:58:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Hörminderung hat erhebliche Auswirkungen aufs Gehirn. Mehrere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Schwerhörigkeit das Demenzrisiko erhöht. Was ist zu tun? Prävention statt Heilung Derzeit können Demenzerkrankungen wie die Alzheimerkrankheit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2024/01/27/risiko-schwerhoerigkeit-das-gehirn-leidet/">Risiko Schwerhörigkeit: das Gehirn leidet</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine Hörminderung hat erhebliche Auswirkungen aufs Gehirn. Mehrere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Schwerhörigkeit das Demenzrisiko erhöht. Was ist zu tun?</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-3">Prävention statt Heilung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit können Demenzerkrankungen wie die Alzheimerkrankheit nicht geheilt werden. In Deutschland leben etwa 1,8 Mio. Betroffene. Da Demenzen altersassoziiert sind, wird die Zahl Betroffener zunehmen. Jedoch sind einige Faktoren bekannt, auf die Menschen Einfluss nehmen können um das Risiko zu erkranken zu senken. Prävention heißt das Zauberwort. &nbsp;Zu den bekannten Risikofaktoren gehören etwa</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Diabetes, Rauchen, starkes Übergewicht (Adipositas v.a. im mittleren Lebensalter), Bewegungsmangel</li>



<li>übermäßig viel Alkohol, Depression im mittleren oder späten Erwachsenenalter, Bluthochdruck (Hypertonie)</li>



<li>Hirn- oder Schädelverletzungen </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">&#8230;und Schwerhörigkeit. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/bildblogartikelinstaundfbjpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/bildblogartikelinstaundfbjpg-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-2245" srcset="https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/bildblogartikelinstaundfbjpg-1024x576.jpg 1024w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/bildblogartikelinstaundfbjpg-300x169.jpg 300w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/bildblogartikelinstaundfbjpg-768x432.jpg 768w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/bildblogartikelinstaundfbjpg.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-4"><strong>3 Fragen an den Dr. med. Michael E. Deeg, Facharzt für HNO-Heilkunde und Pressesprecher des Berufsverbandes der HNO-Ärzte im Landesverband Baden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Studien sehen einen Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und dem Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Wie hängen Gehirnerkrankung und die Einschränkung der Hörfähigkeit zusammen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Deeg:</strong> Wie genau eine verminderte Hörleistung zur Entwicklung einer Demenz beiträgt, ist bisher nicht geklärt. Es ist davon auszugehen, dass hier verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Zum einen ist es so, dass die Betroffenen langsam schwerhörig werden. Das passiert also schleichend und die Betroffenen kapseln sich, oft unbemerkt, immer mehr ab. Alleine dieser Prozess schein schon eine große Vielzahl von Folgen für die Hirnleistung zu haben. Möglicherweise führt der Hörverlust aber auch direkt zu Veränderungen im Gehirn: Der Hörsinn ist nämlich extrem vernetzt und die durch die Schwerhörigkeit verminderte Intensität der Signale hat möglicherweise eine Degeneration der beteiligten Nervenzellen zur Folge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Mein Eindruck ist, dass Schwerhörigkeit beim alten Menschen häufig als gegeben hingenommen wird. Es ist normal, im Alter schlechter zu hören und entsprechend wird nichts unternommen. Gibt es eine Art Altersgrenze oder auch einen grad an Altersschwerhörigkeit, wann es schlicht keinen Sinn mehr macht, einen Arzt wegen Problemen mit dem Gehör aufzusuchen?</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Deeg:</strong> Ihr Eindruck, dass Schwerhörigkeit beim alten Menschen häufig als gegeben hingenommen wird ist leider zumindest in vielen Fällen zutreffend. Wir HNO-Ärzte sehen es daher auch als eine sehr wichtige Aufgabe an, dieser Fehleinschätzung ganz entschieden entgegenzutreten. Es gibt tatsächlich auch eine sehr genau definierbare Grenze ab der eine unversorgte Schwerhörigkeit negative Folgen haben kann. Und diese ist durch unsere audiometrischen Untersuchungen leicht feststellbar, sodass jeder davon betroffene Mensch individuell beraten werden kann, ob denn bereits eine Notwendigkeit zur Anpassung von Hörgeräten gegeben ist.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="739" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/drdeeg-1024x739.jpg" alt="" class="wp-image-2247" srcset="https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/drdeeg-1024x739.jpg 1024w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/drdeeg-300x217.jpg 300w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/drdeeg-768x555.jpg 768w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/drdeeg-1536x1109.jpg 1536w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/drdeeg-2048x1479.jpg 2048w, https://demenz-zeitung.de/wp-content/uploads/2024/01/drdeeg-1320x953.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dr. med. Michael E. Deeg<br>Facharzt für HNO-Heilkunde,<br>Allergologie, Tauchmedizin (GTÜM), amb. Operationen; Dt. Berufsverband der HNO-Ärzte, Landesvorsitzender Baden</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Und um es ganz klar zu sagen: Es gibt weder eine feste Altersgrenze ab der es keinen Sinn mehr macht einen Arzt wegen einer Schwerhörigkeit aufzusuchen, noch gibt es einen Grad der Schwerhörigkeit ab dem eine Hörverbesserung grundsätzlich nicht mehr möglich ist. Denn sowohl die konventionelle Hörgerätetechnik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht als auch die darüber hinaus gehenden Möglichkeiten bei hochgradiger Schwerhörigkeit oder&nbsp; gar beginnender Ertaubung aber noch intaktem Hörnerven einen Betroffenen mit einem sogenannten Cochlea-Implantat zu versorgen sind mittlerweile weit entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Speziell bei fortgeschrittener Demenz kann es schwierig für die sorgende Umgebung sein zu erkennen, ob jemand einfach inhaltlich nicht mehr folgen kann und nicht reagiert, weil er vermeiden möchte, dass das auffällt – oder ob er im Sinne der Hörfähigkeit nicht versteht. Wie prüft man in einem solchen Fall, was vorliegt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Deeg:</strong> Die Versorgung von Menschen mit bereits weit fortgeschrittener Demenz ist natürlich immer eine Herausforderung und zwar in erster Linie, weil die Wahl der Maßnahmen immer eine ganz individuelle Entscheidung ist, die sich daran zu orientieren hat, ob die Betroffenen diese überhaupt tolerieren. Das Feststellen der Schwerhörigkeit selbst stellt aber heute kein wesentliches Problem mehr dar, da es objektive Messmethoden gibt, die es erlauben auch bei einem nicht kooperativen Patienten das Hörvermögen zu prüfen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Ich danke Ihnen für Ihre Antworten. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-zeitung.de/2024/01/27/risiko-schwerhoerigkeit-das-gehirn-leidet/">Risiko Schwerhörigkeit: das Gehirn leidet</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-zeitung.de">Demenz-Zeitung</a>.</p>
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