Neuer diagnostischer Ansatz bei Alzheimer?

Wissenschaftler haben einen neuen Test entwickelt, der das Tau-Protein im Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) nachweist. Dieser Biomarker könnte eine frühzeitige Diagnose von Alzheimer ermöglichen, noch bevor klinische Symptome auftreten.

Studie im Nature Medicine

In einer kürzlich veröffentlichten Studie in Nature Medicine untersuchten Forscher die Phosphorylierung der Tau-Proteine an den Serinpositionen 262 und 356 als potenzielle Biomarker für frühe Alzheimer-Erkrankungen. Durch immunhistochemische Analysen von Autopsieproben mit unterschiedlichen Braak-Stadien (0–II und V–VI) stellten sie fest, dass diese spezifischen Phosphorylierungen bereits in frühen Krankheitsstadien auftreten. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, neue diagnostische Ansätze für die frühzeitige Erkennung von Alzheimer zu entwickeln.

Die Methode bietet eine vielversprechende Alternative zu bisherigen Diagnoseverfahren und könnte die Früherkennung sowie Behandlungsmöglichkeiten erheblich verbessern. Besonders wichtig ist dies für Patienten, bei denen Alzheimer in einem sehr frühen Stadium erkannt wird, da hier therapeutische Maßnahmen möglicherweise effektiver greifen. Die neue Methode zur Alzheimer-Früherkennung könnte eine vielversprechende Alternative sein, weil sie spezifischer und empfindlicher ist als bisherige Tests.

Quellen: Ärzteblatt und Nature.com

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Jochen Gust

Pflegefachperson, Projektmitarbeiter, Demenzbeauftrager im Krankenhaus, Autor, Moderator, Dozent; Freiberufler

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