Erster Bluttest bei Alzheimer-Verdacht zugelassen

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat die Zulassung des ersten Bluttests zur Unterstützung der Diagnose Alzheimer bekanntgegeben.

Der Test misst die Konzentrationen der Proteine pTau217 und β-Amyloid 1-42 im Blutplasma und berechnet deren Verhältnis, das mit der Wahrscheinlichkeit von Amyloid-Ablagerungen im Gehirn korreliert. In Studien zeigte der Test eine hohe Zuverlässigkeit: 91,7 % der positiven Ergebnisse wurden durch PET-Scans oder Liquoranalysen bestätigt, ebenso 97,3 % der negativen Ergebnisse.

Die FDA betont, dass der Test als ergänzendes Diagnoseinstrument dient und stets im Zusammenhang mit weiteren klinischen Informationen interpretiert werden sollte. Falsch-positive oder -negative Ergebnisse sind möglich und können zu Fehldiagnosen oder unnötigen Behandlungen führen.

FDA

Die FDA (U.S. Food and Drug Administration) ist zuständig für die Zulassung und Überwachung von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Lebensmitteln, Kosmetika und Tabakprodukten in den Vereinigten Staaten und untersteht als eigenständige Behörde dem US-Gesundheitsministerium (Department of Health and Human Services).

Pressemitteilung Bluttest der FDA

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Jochen Gust

Pflegefachperson, Projektmitarbeiter, Demenzbeauftrager im Krankenhaus, Autor, Moderator, Dozent; Freiberufler

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