Die Wucht der Erinnerungen: Krieg im Kopf alter Menschen

Der russische Krieg gegen die Ukraine dauert an. Doch auch wenn langsam andere Themen wieder mehr Raum in den Nachrichten und Meldungen einnehmen, bleibt er präsent. Der Kriegsschauplatz Ukraine kommt durch die Berichterstattung weiter nah an uns heran. Und auch in unseren alltäglichen Unterhaltungen bleibt er natürlich Thema. Bemerkungen und Diskussionen darüber in Gegenwart von Menschen mit fortgeschrittener Demenz sind daher nicht risikolos. Auch (ältere) Geflüchtete die hier leben und pflegebedürftig (geworden) sind, können traumatische Erlebnisse mitgebracht haben.

Die Bilder und Informationen können traumatische Erlebnisse wiedererwecken. Dafür genügen unter Umständen schon Informationsschnipsel, Teile eines Gesprächs – und die verdrängten Gefühle von damals kehren mit Macht zurück. Menschen mit Demenz sind aufgrund ihrer Erkrankung besonders gefährdet, auch da die „beruhigenden“ Fakten (z.B. „Der Krieg ist weit weg.“) möglicherweise ebensowenig greifen wie („Das hast Du nur in der Tagesschau gesehen.“), was in der ersten Reaktion dem Gegenüber helfen soll zu ordnen, keiner akuten Bedrohung ausgesetzt zu sein. Gefühle sind jedoch „live“.

Hilfreiche Links

Verschiedene Institutionen haben darauf hingewiesen und Tipps zusammengestellt, worauf die sorgende Umgebung achten kann. Hier finden Sie eine kurze Zusammenstellung.

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Jochen Gust

Foto von David Peinado von Pexels

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Jochen Gust

Pflegefachperson, Projektmitarbeiter, Demenzbeauftrager im Krankenhaus, Autor, Moderator, Dozent; Freiberufler

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